Lewis Hamilton (Mercedes): Start aus der Boxengasse?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton: Mit Knieprellungen davongekommen

Lewis Hamilton: Mit Knieprellungen davongekommen

In der Nacht auf Sonntag entscheidet sich, ob Lewis Hamilton zum Deutschland-GP aus der Boxengasse starten wird – wegen der Bremsanlage oder wegen eines Getriebewechsels.

Zum Glück ist Lewis Hamilton nach dem Bremsversagen bis auf Knieprellungen unversehrt geblieben. Mercedes untersucht derzeit das Getriebe am gecrashten Wagen – muss es gewechselt werden, würde das eine Strafe von fünf Ränge zurück bedeuten und damit Startplatz 20. Da kann der Formel-1-Champion von 2008 auch gleich aus der Boxengasse losfahren, mit entsprechenden Freiheiten, was die Abstimmung angeht.

Der Start aus der Boxengasse hat aber noch einen anderen Grunde: In aller Wahrscheinlichkeit wird der Brite von den im Quali ausprobierten Brembo-Scheiben wieder zurück auf Produkte von Carbone Industries aus Frankreich wechseln.

Schon früher bei McLaren fühlte sich Hamilton mit den französischen Scheiben eigentlich wohler, diese Vorliebe nahm er zu Mercedes mit. Aber so wie Nico Rosberg ist er laufend am Experimentieren, was das Bremsmaterial angeht – es geht dabei um das Fahrgefühl des Fahrers, um die Art und Weise, wie die Bremsen greifen und wie stark wie abnutzen.

So entschloss sich Lewis kurzfristig am Sonntagmorgen, auf Brembo-Scheiben zu wechseln. Hamilton ist als einer der spätesten Spätbremser bekannt, die Brembo-Scheiben bieten da etwas mehr Verzögerungskraft als die französischen Produkte.

Ein Wechsel der Bremsen kommt jedoch gemäss Reglement einer Verletzung der Parc-fermé-Regel gleich: damit müsste Hamilton aus der Boxengasse ins Rennen gehen.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist bei den FIA-Kommissaren vorstellig geworden: Er argumentiert, der Wechsel sei aus Gründen der Sicherheit unumgänglich. Der Wiener hofft, dass Hamilton seinen Startplatz behalten kann, sofern das Getriebe weiterverwendet werden kann.

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