Unfälle Nico Rosberg & Lewis Hamilton: Brembo rätselt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton am Samstag in Hockenheim

Lewis Hamilton am Samstag in Hockenheim

Es hat fast eine Woche gedauert, bis der italienische Bremsenhersteller erstmals Stellung dazu nimmt, wie es in Hockenheim im Silberpfeil von Lewis Hamilton zum Defekt kam.

Die Bremsen bleiben ein heisses Thema, auch am Hungaroring. Im Abschlusstraining zum Deutschland-GP war im Mercedes von Lewis Hamilton eine Brembo-Bremsscheibe gebrochen, der Brite kam beim Einschlag in die Reifenstapel des Motodroms zum Glück mit Prellungen davon. Längst brodelte in der Formel 1 Unmut darüber, was sich bei Brembo tat (alle Hintergründe dazu finden Sie HIER).

Die Mercedes gingen daraufhin mit französischen Scheiben von Carbone Industrie ins Rennen, an der Hinterachse blieben Brembo-Scheiben drin.

Noch immer schimpfen die Mercedes-Gegner darüber, wieso Hamilton vor knapp einer Woche nicht aus der Boxengasse starten musste (mehr dazu HIER). Christian Horner von Red Bull Racing und Marco Mattiacci erwiesen sich als Hunde, die bellen, aber nicht beissen: letztlich entschlossen sich beide, auf einen Protest zu verzichten.

Viele im Fahrerlager glauben jedoch: Lewis Hamilton auf seinen Startplatz zu lassen, hat einen Präzedenzfall geschaffen, der in künftigen Fällen wichtig sein wird.

Und was ist jetzt mit der Bremse?

Brembo hat erstmals Stellung dazu genommen, wie man nach dem Schaden am Wagen von Lewis weiter vorgehen will. Zumal hier am Hungaroring gestern auch Nico Rosberg enthüllt hat, dass er in Hockenheim Bremsprobleme hatte. Jener Rosberg, dem beim Barcelona-Test ebenfalls eine Bremsscheibe explodiert war.

Rosberg zu SPEEDWEEK.com: «Das war besonders ärgerlich, denn endlich hatte ich eine Bremskonfiguration gefunden, in der ich mich als Fahrer voll einbringen konnte. Nach dem Unfall war klar – aus Sicherheitsgründen darf ich diese Scheiben nicht weiter verwenden.»

Brembo hat nach dem zweiten freien Training zum Ungarn-GP zusammen mit Mercedes eine Erklärung herausgegeben: Noch ist die genaue Ursache für den Scheibenbruch nicht geklärt. Man arbeite Hand in Hand, um der Unfallursache auf den Grund zu gehen.

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