Christian Horner: «Ist das gut für die Formel 1?»

Von Vanessa Georgoulas
Red Bull Racing-Pilot Daniel Ricciardo: «Seit gestern Nachmittag ging es bergab!»

Red Bull Racing-Pilot Daniel Ricciardo: «Seit gestern Nachmittag ging es bergab!»

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner sprach nach dem Brasilien-GP über den Fehler von Sebastian Vettel, den Ausfall von Daniel Ricciardo und den Streit um die Motoren-Entwicklung mit Mercedes.

Christian Horner verlässt den Autódromo José Carlos Pace mit gemischten Gefühlen. Der Red Bull Racing-Teamchef durfte sich einerseits über den fünften Platz von Champion Sebastian Vettel freuen. Andererseits musste er mit Daniel Ricciardos Ausfall auch eine herbe Pille schlucken. Hinterher erklärte der Brite: «Das war ein schwieriger Nachmittag. Sebastian hat leider auf der ersten Runde schon Zeit verloren, weil er in der vierten Kurve zu weit ausholte, um Kevin Magnussen Platz zu machen. Doch dann hat er sich durch eine gute Strategie und die tadellose Arbeit der Boxenmannschaft gut davon erholen können. Er ist schliesslich auf Platz 5 ins Ziel gekommen, und mehr lag heute nicht drin, denn gegen die Mercedes-Power konnte er nichts ausrichten.»

Keine Chance auf Schadensbegrenzung hatte Ricciardo. Horner erklärt: «Leider hatte Daniel ein Problem mit der linken Vorderradaufhängung. Er dachte erst, es handle sich um ein Bremsproblem, aber in der Box war der Schaden klar. Wir müssen nun herausfinden, was zu diesem Defekt geführt hat. Trotz allem konnten wir aber den zweiten Platz in der Teamwertung erobern. Wenn man sich anschaut, wo wir diese Saison gestartet sind, dann ist das ein grosser Effort des Teams, das geschafft hat, sich zurück zu kämpfen. Wir freuen uns nun auf das letzte Rennen in Abu Dhabi.»

Zum Motoren-Entwicklungsstreit mit Mercedes befragt, erklärte Horner auch: «Ich bezweifle, dass wir unsere Wünsche, die Deadline für das Einfrieren bis Juli zu erweitern und den Motor zu einem grösseren Teil als aktuell erlaubt abzuändern, durchsetzen können. Ich verstehe die Position von Mercedes, aber ist das gut für die Formel 1, wenn ein Team so dominiert und die anderen nichts ausrichten können? Natürlich haben wir auch dominiert, aber das war eine ganz andere Situation. Jeder konnte sein Auto vor jedem Rennen weiterentwickeln, und vieles wurde auch umgehend von unseren Gegnern kopiert.»

Ricciardo selbst schilderte: «Seit gestern Nachmittag ging es bergab! Als ich in die erste Kurve einlenkte, brach das Auto nach rechts aus und ich wusste, da war ein Problem. Ich steuerte die Box an und das Team teilte mir mit, dass die linke Vorderradaufhängung zu Bruch gegangen war, deshalb war mein Rennen gelaufen. Davor war das Rennen etwas langweilig, wir kamen unseren Gegnern zwar nahe, aber nicht nahe genug, um mit ihnen zu kämpfen. Ich hätte gerne etwas mehr Spass gehabt, aber es kam anders. Schade, denn bisher lief die Saison ziemlich gut, aber so gesehen kann ich auch nicht zu enttäuscht sein. Es wäre schön, wenn ich die Saison beim Finale in Abu Dhabi mit einem Platz auf dem Podesttreppchen abschliessen könnte.»

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