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Jenson Button 5.: «Kringel heissen "see you soon"»

Von Mathias Brunner
Jenson Button: Was das der Abschied?

Jenson Button: Was das der Abschied?

Rang 5 für Jenson Button hat wahrscheinlich nicht gereicht, um diesen tollen Racer in der Formel 1 zu behalten. Die Zeichen stehen darauf, dass McLaren auf die Jugend setzen wird.

Time to say goodbye? Es gibt niemanden im Fahrerlager, der behaupten würde: Zum Glück sind wir den ollen Jenson Button endlich los. Jeder weiss: Dem Engländer blutet das Herz zu spüren, dass Abu Dhabi vielleicht sein letzter Grand Prix gewesen ist, und weil McLaren-Honda – sehr zum Unmut vieler Fans – frühestens am 1. Dezember darüber informieren will, wer 2015 in den McLaren-Honda hockt, ist der Weltmeister von 2009 möglicherweise um einen gebührenden Abschied gebracht worden. Jenson: «Ich weiss leider auch nicht, was da so lange dauert.»

Jenson spürte seit längerem, das etwas im Busch ist, daher hat er sich eine fatalistische Einstellung verpasst: «Was passiert, liegt nicht in meiner Hand. Ich weiss, dass dies vielleicht mein letzter Grand Prix gewesen ist. Also wollte ich das Wochenende so gut es ging geniessen, ich habe meine Familie einfliegen lassen. Es ist schön, sie alle hier zu haben.»

«Das Rennen war ein schönes Stück Arbeit. Ich glaube nicht, dass ich mehr als Rang 5 hätte herausholen können.»

Auf die Frage, welche Nachricht Jenson für die Fans habe, antwortet Button erstaunlicherweise: «Den Fans kann ich gar nicht genug danken. Ich bin wirklich tief beeindruckt von den Reaktionen der Formel-1-Freude, als zu hören war, dass ich vielleicht kein Auto mehr bekomme. Damit hätte ich nie gerechnet. Ich finde das überwältigend und war eine zusätzliche Motivation für heute. Heute Abend lassen wir nun ein bisschen die Sau raus und stossen auf das Jahresende an, egal, ob es in der Formel 1 weitergeht oder woanders.»

Button hat sich in den letzten fünf Rennen vier Mal unter den besten Fünf platziert, ginge es nach reinen Ergebnissen, müsste er 2015 neben Fernando Alonso für McLaren-Honda fahren. Aber das Leben ist nicht immer logisch, und es ist nicht immer fair.

Jenson meint: «Der Beginn des Jahres war nicht einfach, weil ich nach fünf Jahren einen neuen Renningenieur erhielt, und da muss man sich immer zuerst ein wenig anpassen. Und natürlich habe ich das vorher nicht so gemeint – ich bin der ganzen McLaren-Truppe sehr dankbar für all ihre harte Arbeit, also den Ingenieuren und den Mechanikern und allen im Werk, die sich für mich aufgeopfert haben.»

«Wie es weitergeht? Ich finde, ich fahre besser denn je, und mehr kann ich nicht tun.»

«Ich freue mich sehr für Lewis, ich bin neben ihm gefahren und weiss, wie er tickt. Einmal Weltmeister zu werden, ist der Hammer, aber zwei Mal, das ist einfach unfassbar. Aber Lewis verdient den Titel, und ich bin froh, dass er es geschafft hat. Das ist ein stolzer Tag für Lewis und ein stolzer Tag für Grossbritannien.»

Waren seine Rauchkringel während der Auslaufrunde wirklich der Abschied?

Jenson grinst: «Das waren keine Donuts, das waren O und U. Ich wollte auf den Asphalt schreiben – see you soon, aber ich habe das nicht so richtig hinbekommen.»

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