McLaren-Honda: Stotterstart in Abu Dhabi

Von Andreas Reiners
Formel 1
Der McLaren wird wieder in die Box geschoben

Der McLaren wird wieder in die Box geschoben

Es war eine etwas holprige Premiere für McLaren und Honda. Zugleich aber auch der Auftakt in eine neue Ära. Mercedes-Motoren sind passé, Honda ist die Zukunft.

Wobei es genau genommen gar keine Premiere ist, denn die Feuertaufe fand bereits vor zwei Wochen in Silverstone im Rahmen eines Filmtags statt. Zum Auftakt der Testfahrten in Abu Dhabi ließ sich der Traditionsrennstall aber Zeit und verbrachte den gesamten Vormittag in der Garage.

Alles erdenklich Mögliche wurde auf links gedreht und gecheckt, der Honda-Motor sollte auf Herz und Nieren geprüft werden. Die Zuverlässigkeit stand an erster Stelle, schnelle Rundenzeiten waren nicht einmal zweitrangig.

Das Ziel ist klar: «Wir wollen so schnell wie möglich gewinnen. Wir müssen Druck machen, wo es nötig ist, damit wir schnellstmöglich erfolgreich sein können. Wir wollen nach Melbourne und sagen, dass wir gewinnen können. Wir können ja träumen», sagte McLaren-Teamchef Eric Boullier. Der Schlüssel dabei: Eine Kooperation und enge Verbindung zwischen dem Motoren- und dem Chassishersteller. Nicht mehr nur darauf warten, bis man etwas geliefert bekommt. Sondern eine gemeinsame Entwicklung.

Kein Wunder also, dass anfangs dann auch Elektronik-Probleme auftauchten. Durch die Komplexität der Power Unit wollte McLaren aber kein unnötiges Risiko eingehen und prüfte das Interims-Modells MP4-29H/1X1 in aller notwendigen Ruhe. Dabei ging es um ein Teil, das bei McLaren hergestellt wurde. Das Team wollte vermeiden, dass der Kabelbaum oder im schlimmsten Fall der Elektromotor beschädigt werden.

«Ob wir die Garage um neun, zehn, zwölf oder ein Uhr verlassen, spielt keine Rolle», sagte Boullier. Um kurz nach 15 Uhr Ortszeit war es dann soweit, Testfahrer Stoffel Vandoorne absolvierte eine Installationsrunde.

Unter dem Strich waren es nach dem Ende der Tests gerade einmal zwei Runden, die Vandoorne im McLaren-Honda absolvierte. Beim zweiten Versuch am Nachmittag blieb der Bolide auf der Strecke stehen. Den Rest des Tages verbrachte er wieder in der Box.

Ein Stotterstart also, aber auch wichtige Erkenntnisse, damit dann zumindest der Start in die Wintertests im Februar vernünftig absolviert werden kann. Für McLaren-Honda bleibt nun noch der Mittwoch in Abu Dhabi, um die neue Antriebseinheit zu testen. Dann soll auch Vandoorne wieder zum Einsatz kommen.

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