Toto Wolff, wer ist mental besser? Rosberg? Hamilton?

Von Adam Cooper
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff spricht über seine beiden Stars, Formel-1-Champion und WM-Leader Lewis Hamilton sowie Spanien-GP-Sieger Nico Rosberg.

In der Saison 2014 haben wir das ein paar Mal erlebt: Ein Silberpfeilfahrer hat einen guten Lauf, beim anderen scheint irgendwie der Wurm drin zu sein. So ging das hin und her zwischen Hamilton und Rosberg. Nach einer tollen Serie des Engländers (nach dem Saisonauftaktsieg von Rosberg vier Siege für Hamilton in Folge) schlug der Deutsche zurück: von Monaco bis Deutschland gewann in fünf Rennen er drei Mal, wurde einmal Zweiter und in England fiel er in Führung liegend aus. Nach der Kollision der zwei Alpha-Tiere in Belgien regierte dann wieder König Hamilton – fünf Siege in Serie.

Die Frage ist: War Spanien die Wende? Bekommt Rosberg nach dem Sieg in Spanien wieder die Oberhand?

Für Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff ist das alles nicht so simpel. Selbst wenn auch er bestätigt, dass Rosberg durch den Sieg auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya den Moral-Turbo gezündet hat.

Der Wiener Wolff sagt: «Ich halte beide für mental überdurchschnittlich stark. Aber so stark wir auch nach einer gewissen Dynamik suchen, die jetzt für oder gegen einen Piloten spricht, so ist die Tatsache vielmehr, dass sich beide von einer Niederlage sehr schnell erholen. Wenn die Rennbesprechung zu Ende ist, denken sie bereits an den nächsten Grand Prix. Das haben wir schon 2014 erlebt.»

«Selbst wenn wir uns fragen, ob hinter den Leistungen gewisse Wellenbewegungen stehen, so halte ich doch beide Fahrer für gleichwertig und erkenne kein Muster. Für uns als Team ist das der Idealfall, weil sie damit auch den Rennstall nach vorne treiben.»

Wieso konnte Rosberg in Spanien so auftrumpfen? Toto Wolff meint: «Das ist nicht so leicht zu beantworten. Wenn du dich auf Augenhöhe befindest, dann sind es Kleinigkeiten, die entscheidend sind – etwa der Wohlfühlfaktor auf einer gewissen Strecke oder an einem bestimmten Wochenende. Vor dem Spanien-GP hat Lewis Hamilton gemeint, dass Barcelona nicht zu seinen Lieblingsstrecken gehöre. Warum das so ist, das weiss ich nicht.»

«Was ich hingegen weiss – es war ein hartes Stück Arbeit, unter den windigen Bedingungen eine gute Abstimmung hinzubekommen. Auch der Haftungsgrad der Piste variierte von Training zu Training. Rosberg hat das besser geschafft. Und wenn du dann natürlich wie Nico von der Pole mit so einem tollen Start ins Rennen gehst und von Anfang an das Geschehen kontrollieren kannst, dann gibt dir das einen Steilpass zum Sieg. Nico hat die gute Chance ideal umgesetzt, kontrolliert und klug.»

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