Sebastian Vettel: Analyse von Ferrari-Ingenieur Adami

Von Mathias Brunner
Formel 1
Ingenieur Adami (ganz links) mit Sebastian Vettel

Ingenieur Adami (ganz links) mit Sebastian Vettel

Riccardo Adami ist 2015 Renningenieur von Sebastian Vettel. Vor seinem Job bei Ferrari hat Adami schon einmal mit Vettel gearbeitet – gemeinsam bei der Scuderia Toro Rosso.

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hat Kanada in der Gewissheit verlassen: Was das neue Evo-Paket von Ferrari gemessen an Mercedes wirklich gebracht hat, das ist im Rennen nicht enthüllt worden. Sebastian Vettel musste von ganz hinten losbrausen, Kimi Räikkönen hätte auf dem Podest landen müssen, verpasste Rang 3 hinter den Silberpfeilen jedoch wegen seines (offiziell noch immer nicht erklärten) Drehers. Arrivabene sagte nach dem Montreal-GP: «Die ganzen Verbesserungen haben erbracht, was wir uns von ihnen erwartet hatten. Nicht zufrieden bin ich vielmehr mit unseren Platzierungen.»

Der Speed ist da: Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel fuhren die zwei schnellsten Rennrunden. Maurizio Arrivabene: «Um das Plus an Speed optimal umzusetzen, brauchen wir ein reibungsloses Training.»

Ferrari hat überdies nachgelegt: der verbesserte Motor hat sich als leistungsstärker, aber weniger durstig erwiesen. Für das kommende Rennen auf dem Red Bull Ring gibt es neue Flügel vorne und hinten, dazu einen verbesserten Boden und neue Luftleitelemente. Das alles wird am nächsten Freitag im freien Training auf Tauglichkeit untersucht.

Riccardo Adami, Renningenieur von Sebastian Vettel, sagt übers kommende Wochenende in der Steiermark: «Spielberg ist ein historischer Rundkurs, wir sind da bis 2003 gefahren und im vergangenen Jahr auf die Piste zurückgekehrt. Der Stadtkurs von Montreal ist sauschnell, mit langen Geraden, heftigen Bremsmanövern, aber kaum schnellen Kurven. Ganz anders Österreich – hier haben wir in den ersten beiden Sektoren zwar auch einen Stop-and-go-Charakter, aber dann haben wir im letzten Pistensegment einige herrlich langgezogene Kurven. Also rücken wir mit einer komplett anderen Abstimmung aus.»

«Eine Runde auf dem Red Bull Ring ist verhältnismässig kurz, das Überholen ist nicht einfach, trotz der langen Anfahrten zur ersten und zweiten Kurve. Das Abschlusstraining ist also wichtiger als sonst, man kann den Gegner auch über eine pfiffige Rennstrategie unter Druck setzen. Um strategisch fit zu sein, musst du am Freitag so ergiebig als möglich mit beiden Reifenmischungen arbeiten können.»

Über die Arbeit mit seinem früheren und heutigen Piloten Sebastian Vettel sagt Riccardo Adami: «Ich kenne Sebastian nun seit geraumer Zeit und stelle erfreut fest – er hat sich nicht im geringsten verändert. Er zeigte schon als extrem junger Bursche eine überaus hohe Professionalität, inzwischen ist er noch reifer geworden. Als ich ihn nach einigen Jahren bei Ferrari wiedergetroffen habe, wurde mir bald klar – er ist sich seiner Fähigkeiten bewusster. Er bringt dem Team unheimlich viel und baut derzeit eine überaus effiziente Gruppe um sich herum auf.»

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