Sebastian Vettel (Ferrari): «Le Mans? Warum nicht?»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Ferrari-Star Sebastian Vettel lobt Le-Mans-Sieger Nico Hülkenberg, spricht über seine eigene Zukunft beim Langstreckenklassiker und über das Duell zwischen Ferrari und Mercedes.
Sebastian, was habt ihr euch bei Ferrari für den Österreich-GP vorgenommen?

Idealerweise würdest du gerne ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Wir haben mit dem Ferrari ein Auto, das sich bislang auf jeder Art von Strecke als konkurrenzfähig erwiesen hat. Wenn alles normal läuft, dann sollten wir näher an Mercedes dran sein. Kanada hat vielleicht nicht gezeigt, wo wir gemessen an Mercedes wirklich liegen. Um Mercedes in Atem zu halten, brauchen wir jedoch ein perfektes Wochenende. Wir brauchen auch das eine oder andere Problemchen bei Mercedes. Denn wir müssen realistisch bleiben – es wir nicht einfach, Mercedes zu schlagen, weil die Lücke noch immer recht gross ist.

Bist du wirklich der Meinung, dass ihr den Abstand zu Mercedes einschmelzen könnt?

Die Lücke zu Mercedes wird von Piste zu Piste variieren. Wenn ich mir ansehe, wo wir im Winter lagen und wo wir heute stehen, dann macht das Mumm. Ich sehe, dass wir von der Entwicklung her eine gute Schlagzahl haben. Das sollte eigentlich so weitergehen. Aber je kleiner der Abstand zu Mercedes wird, desto schwieriger wird es auch. Denn Mercedes macht ja auch Fortschritte. Wir müssen es einfach schaffen, schneller und effizienter zu entwickeln als Mercedes.

Nico Hülkenberg hat in Le Mans gewonnen. Wäre der Langstreckenklassiker auch mal etwas für dich?

Ich finde es ja immer ein wenig seltsam, wenn die Leute denken – Langstreckenrennen, 24 Stunden, da kann man es als Fahrer verhältnismässig gemütlich nehmen. Denn in Wahrheit fahren die Piloten ganz im Gegenteil volle Kanne und zwar ständig. Als Rennfahrer fasziniert mich das natürlich, weil du in einer idealen Welt in jeder Runde am Limit fahren willst. Ja, ich kann mir schon vorstellen, dass Le Mans mal was für mich wäre, aber das liegt noch weit in der Zukunft. Für den Moment – Hut ab vor der Leistung von Nico Hülkenberg!

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