Lewis Hamilton happy: «DAS ist eine Siegertrophäe!»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Rob Jones vom britischen Motorsportverband (MSA) mit Lewis Hamilton und der Hawthorn-Trophäe

Rob Jones vom britischen Motorsportverband (MSA) mit Lewis Hamilton und der Hawthorn-Trophäe

Die Kritik von Weltmeister Lewis Hamilton an modernen Siegerpokalen haben weltweit Schlagzeilen erzeugt. In Silverstone hat er schon am Donnerstag einen erhalten, einen richtigen.

1958 wurde Mike Hawthorn als erster Brite Formel-1-Weltmeister. Im Januar 1959 war er tot – ums Leben gekommen bei einem Autounfall, der das Unvermeidliche vorweg nahm, denn Mike litt an einem Nierenleiden. Seine Familie stiftete 1959 die «Hawthorn Memorial Trophy» für den erfolgreichsten Rennfahrer von Grossbritannien oder aus dem Commonwealth-Raum in der Formel 1. Diese Trophäe ist heute Weltmeister Lewis Hamilton verliehen worden, und das passt thematisch perfekt, nicht nur wegen Silverstone. Denn der Mercedes-Champion hat vor kurzem mit seinen offenen Worten über moderne Siegertrophäen weltweit Schlagzeilen gemacht und ist bei Fans und Fachleuten auf offene Ohren und viel Verständnis gestossen.

Lewis sagt heute, nachdem ihm die Hawthorn Trophy zum fünften Mal überreicht worden ist: «Seht ihr, das ist genau, was ich gemeint hatte – DAS ist eine Siegertrophäe! Wenn du sie anschaust, dann spürst du die Rennhistorie förmlich, am Sockel stehen alle Namen dieser grossen Piloten. Das ist es, wofür wir auf der Piste kämpfen. Ich sehe uns Piloten da in einer vergleichbaren Situation wie Sportler an den olympischen Spielen. Die streben auch der Goldmedaille entgegen und wollen am Ende keine Plakette aus Plastik.»

Was ist das Geheimnis am kommenden Wochenende, um zum dritten Mal die Hände an den berühmten Goldpokal des Königlich Britischen Automobilklubs legen zu können? Lewis: «Ich brauche ein reibungsloses Training und ein gutes Qualifying. Ich habe nicht immer gute Abschlusstrainings gezeigt hier. Dann hatte ich mal ein Problem, dann hatte Nico mal ein Problem, ich hoffe, wir haben hier keine Schwierigkeiten und können den Fans ein tolles Rennen liefern.»

Viele Fans haben sich gefragt, wieso Lewis Hamilton beim Österreich-GP nicht im Wagen sass, sondern – wie in Spanien – erneut Nico Rosberg. Der Engländer dazu: «Ich hatte ein paar medizinische Checks, und die waren mir wichtiger als der Test.» Auf die Nachfrage, ob es ihm gut gehe, sagt Lewis: «Ja.» Offenbar fühlte sich Hamilton in der Zeit des Österreich-GP nicht wohl und ging daher zum Arzt. Über Details spricht Hamilton nicht.

In Silverstone fühlt sich Hamilton in jeder Beziehung besser: «Als britischer Fahrer nach Silverstone zu kommen, da reist du schon in guter Laune an. Du kannst die Unterstützung der Fans förmlich spüren. Das ist ein einmaliges Gefühl.»

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