Daniil Kvyat: Von Red Bull aufs Eis gestellt

Von Rob La Salle
Formel 1
​Ungewöhnliche Rennvorbereitung für Daniil Kvyat: Der 21-Jährige ging mit den Athleten des Hockey-Klubs Sotschi aufs Eis des olympischen Stadions «Bolshoi Ice Dome».

Heute Mittwochabend strömen viele Fans auf das Olympiagelände von Sotschi – aber nicht Richtung Rennstrecke: Im Rahmen der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) trifft der HC Sotschi gegen Spartak Moskau. Sotschi liegt in der Tabelle gegenwärtig auf Rang 9, vier Ränge vor Moskau.

Die KHL ist die höchste Spielklasse im Eishockey Russlands, an der aber auch Teams aus anderen zentralasiatischen und europäischen Staaten teilnehmen. Die KHL löste zur Saison 2008/09 die Superliga ab und erstreckt sich mit den bisherigen Teilnehmerländern Kasachstan, Kroatien, Lettland, Russland, der Slowakei, Tschechien, Finnland, der Ukraine und Weissrussland auf den eurasischen Kontinent. Die Liga startete 2008 mit 24 Mannschaften aus vier verschiedenen Ländern in ihre Premierensaison.

Schon am Nachmittag konnte sich Red Bull Racing-Pilot Daniil Kvyat ein Bild vom 12.000-Plätze-Stadion machen: Zusammen mit den Spielern des HC Sotschi ging der Rennfahrer aufs Eis.

Obschon Kvyat eher auf den Kartbahnen gross geworden ist als in Eishockeystadien, ist Eishockey in Russland bei allen Kids present. Kvyat schaute sich das Training der Profis an, dann gesellte er sich dazu, unter den wachsamen Augen seines finnischen Trainers Pyry Salmela, der selber zuhause Hockey gespielt hat.

Kvyat sagt: «Ich muss zugeben – seit ich ein Kind war, bin ich nicht mehr auf dem Eis gestanden.» Zu Beginn noch etwas zaghaft, gewann der Formel-1-Pilot schnell an Selbstvertrauen. «Es war ziemlich cool, mit den Jungs von Sotschi auf dem Eis zu sein. Klar haben es mir die Profis leicht gemacht, aber ich habe mich wacker geschlagen. Ich konnte sogar ein paar Tore schiessen. Selbst wenn ich den Verdacht habe, dass die Gegenwehr überschaubar war.»

«Als ich ein Junge war, habe ich Eishockey gespielt, ich war auch am Trainieren. Aber dann stand ich lange nicht mehr auf dem Eis. Ich bin jedoch immer ein Eishockey-Fan geblieben. Die grossen Spiele lasse ich mir nie entgegen, und wenn wir in Kanada sind, versuche ich auch immer, eines zu sehen.»

Zum Schluss erhielt Kvyat vom Team von Trainer Vyacheslav Butsayev und Kapitän Andrei Pervyshin ein Shirt mit seiner Formel-1-Startnummer 28 geschenkt.

Heute Abend wird Kvyat die Truppe von Sotschi anfeuern, aber dann ist er in Gedanken wieder ganz beim kommenden Rennwochenende. Vor einem Jahr stellte er seinen Toro Rosso bei der Premiere in Sotschi sensationell auf den fünften Startplatz, fiel dann aber im Rennen zurück, weil er Sprit sparen musste und sich das Team bei der Abstimmung vertan hatte.

«Vor dem eigenen Publikum zu fahren, bedeutet mit sehr viel», sagt der gegenwärtige WM-Achte. «Du spürst den Schub, wenn die Fans dich anfeuern. Die Piste ist zwar für unser Auto nicht so ideal wie Singapur, aber wir können trotzdem eine solide Leistung zeigen.»

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