Mercedes: Zweiter WM-Titel dank Technik-Tricks?

Von Mathias Brunner
Formel 1
So schmückte Mercedes den Eingang des Rennwagenwerks in Brackley

So schmückte Mercedes den Eingang des Rennwagenwerks in Brackley

​Die Techniker vieler Rennställe jammerten in Sotschi über das Problem, bei klammen Temperaturen die Reifen ins Betriebsfenster zu bringen. Mercedes griff zu einem Trick.

Der Empfang der Formel 1 in Sotschi war warmherzig, das Wetter jedoch blieb kühl: Ingenieure und Piloten sprachen davon, wie schwierig es gewesen ist, die Reifen gründlich aufzuwärmen und so ins richtige Betriebsfenster zu bringen. Schon im Training wärmten einige Piloten ihre Reifen über zwei Runden oder länger auf, um endlich angreifen zu können. Die Schwierigkeiten gab es selbst mit der weichsten Mischung von Pirelli.

Die Fahrer befürchteten völlig zu Recht, dass die ersten Runden eine Rutschpartie werden würden – bis die Reifen endlich haften. Beim Start dann flitzen die Silberpfeile von Nico Rosberg und Lewis Hamilton unwiderstehlich in Führung, nicht zuletzt dank eines cleveren Tricks von Mercedes.

Auf der Startaufstellung wurde die Ummantelung der Hinterradbremse mit kleinen Wärmedecken eingepackt. Auf diese Weise konnte mehr Hitze in der Bremse bewahrt werden als es die Gegner schafften, diese Hitze strahlt in den Reifen aus, sobald die Räder aufs Auto kommen, und das wiederum hilft beim Aufwärmen der Walzen. Diesen Kniff hatte Mercedes schon im Abschlusstraining angewandet, mit gutem Erfolg – erste Startreihe, Rosberg vor Hamilton.

Vielleicht wäre der Vorteil dieser Lösung im Rennen noch viel stärker zum Vorschein gekommen, aber schon kurz nach dem Start musste das Safety-Car auf die Strecke kommen nach der Kollision zwischen Nico Hülkenberg und Marcus Ericsson. Nico Rosberg hatte ein Problem mit dem Gaspedaldämpfer.

So oder so: Es sind die ständigen Verbesserungen bei Mercedes, welche dem Team zum zweiten Marken-WM-Titel verholfen haben.

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