Valtteri Bottas zu Crash Kimi Räikkönen: Strafe egal

Von Mathias Brunner
Formel 1
Valtteri Bottas ist sauer

Valtteri Bottas ist sauer

​Williams-Fahrer Valtteri Bottas hat den Unfall mit Kimi Räikkönen kurz vor Schluss des Russland-GP noch nicht verdaut: «Auf diese Weise Rang 3 zu verlieren, ist sehr enttäuschend.»

So schnell geht es im Motorsport: Valtteri Bottas sah sich vielleicht schon auf dem Siegerpodest von Sotschi, seinen dritten Platz feiernd, da tat es einen Schlag, und sein Williams segelte von der Bahn – nach einem Rammstoss von Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen. Der wurde später von der FIA von Rang 5 auf Platz 8 strafversetzt, aber das war für Bottas auch kein Trost.

In seinem Rennblog für Williams schreibt der 52fache GP-Teilnehmer Bottas: «Es ist schon sehr enttäuschend, in der letzten Runde eines Rennens den dritten Platz zu verlieren und mit leeren Händen abreisen zu müssen. Ich hatte mir diesen Platz hart erkämpft, dann fährt einfach einer in dich rein. Was soll ich sagen? Es ist einfach enttäuschend.»

«Das war kein normaler Rennzwischenfall. Ich habe niemanden in meiner Nähe gesehen, ich war vorne, ziemlich deutlich, ich fuhr meine normale Linie. Und dann fühle ich aus heiterem Himmel, wie mich einer im Scheitelpunkt der Kurve rammt. Ich verstehe nicht, wie man in der letzten Runde eines Rennens zu so einem Manöver ansetzen kann.»

«Ob Kimi dafür eine Strafe bekommt oder nicht, das ist mir einerlei. Niemand gibt mir die Punkte zurück, die ich verloren habe! Und eines weiss ich genau: Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Immerhin das. Auch wenn es mir nichts hilft.»

«Ich bin ziemlich überrascht über das Manöver von Kimi. Es gibt eine schmale Linie zwischen Aggressivität und es drauf ankommen lassen, und was am vergangenen Sonntag passiert ist, das ist einfach zu viel.»

«Bis zu diesem Punkt hatten wir wirklich ein gutes Duell. Ich hätte vielleicht ein wenig früher zum Boxenstopp reinkommen können, aber das hätte am grundsätzlichen Problem nichts geändert – wir wären auch so mitten im Verkehr wieder auf die Bahn zurückgekommen. Ich kam nicht schnell genug an denen vorbei. Sebastian Vettel war schon zum Schluss des ersten Rennsegment schneller, an diesem Tag wäre ich nicht vor ihm geblieben.»

«Ich kam dann an Ricciardo vorbei, der einen kleinen Fehler machte. Dann war ich immer dicht an Pérez und konnte ihn kurz vor Schluss schnappen, das war schön. Umso schwieriger fällt es mir jetzt, meine Gefühle zu beschreiben, wo all die wertvollen Punkte futsch sind. Das Team hat ein Wochenende lang hart gearbeitet, das ist schwer zu verdauen.»

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