Christian Horner: Dominanz von Mercedes geht weiter

Von Mathias Brunner
Formel 1
Christian Horner

Christian Horner

​Vor dem Hintergrund eines stabilen Reglements steht Mercedes-Benz auf der Pole, um 2016 den dritten Titel in Serie einzufahren. Das findet auch Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner.

Umwälzende Neuheiten kommen 2016 im Formel-1-Feld nicht auf uns zu: Mercedes, Ferrari, Force India, McLaren-Honda, Red Bull Racing, Sauber, Toro Rosso und Williams treten mit den exakt gleichen Fahrerpaarungen an, so viel Stabilität im Feld gab es selten. Aus Lotus wird wieder Renault, für Romain Grosjean wird dort Test- und Ersatzfahrer Jolyon Palmer zum Stammpiloten befördert. Das neue GP-Team von Gene Haas tritt mit Grosjean und Esteban Gutiérrez an. Das Fahrerduo von Manor steht noch nicht fest, sonst ist alles entschieden.

Vor dem Hintergrund eines fast unveränderten Reglements steht Mercedes-Benz auf der Pole, um 2016 den dritten Titel in Serie einzufahren. Nigel Mansell, Formel-1-Champion des Jahres 1992: «Für mich sind Lewis Hamilton und Mercedes-Benz erneut Favoriten für die Titel.»

Dieser Ansicht ist auch Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner. Während Ferrari-Präsident Sergio Marchionne den Titelgewinn als Ziel angegeben hat, ist RBR-Teamchef Horner nicht so sicher, wie die Dominanz der Silberpfeile gebrochen werden soll.

Der Engländer hält fest: «Alle wissen, dass das Reglement für 2016 so gut wie unverändert ist. Also ist es für mich logisch, dass Mercedes-Benz angesichts ihres grossen Vorsprungs die Vormachtstellung behalten wird. Niemand zweifelt daran, dass sie im Winter weiter Fortschritte machen werden. Allerdings befinden sie sich auch näher am Optimum als alle anderen.»

«Die Lücke zu Mercedes zu schliessen, das ist eine enorme Aufgabe. Ich bin nicht sicher, welche Quoten man bei den Buchmachern für 2016 erhält, aber ich halte die Erfolgsaussichten jetzt nicht für rosig, gegen Mercedes zu wetten.»

Horner weiss auch: Erfolg in der Formel 1 ist in der Regel das Ergebnis davon, wenn herausragende Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum und mit einem gesundem Budget zusammenarbeiten können.

Dann entstehen keine Zufallstitel, sondern Erfolgswellen – so wie vier Jahre lang bei Red Bull Racing (2010 bis 2013 vier Titel mit Sebastian Vettel), so wie die beiden Renault-Titel von Fernando Alonso (2005 und 2006), so wie die unerreichten fünf Titel hintereinander von Michael Schumacher und Ferrari (2000 bis 2004), wie die beiden Titel von Mika Häkkinen für McLaren-Mercedes zuvor und wie davor die Erfolgsserie von Williams (Damon Hill Weltmeister 1996, Jacques Villeneuve 1997) und zuvor von Benetton und Michael Schumacher, davor wiederum von Williams mit Nigel Mansell 1992 und Alain Prost 1993, als Nachfolger der grossen McLaren-Ära mit Ayrton Senna und Alain Prost.

Genauso segelt nun Mercedes-Benz im Hoch, und Insider wie Christian Horner glauben: Erst mit dem neuen Formel-1-Reglement ab 2017, wenn die Autos breiter und aggressiver und schneller werden, erst dann könnte die Dominanz von Mercedes enden.

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