Sebastian Vettel: «Daniil Kvyat muss sich erklären»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Da krachte es schon: Daniil Kvyat landete im Ferrari-Heck von Sebastian Vettel

Da krachte es schon: Daniil Kvyat landete im Ferrari-Heck von Sebastian Vettel

Ferrari-Star Sebastian Vettel kochte nach seinem Erstrunden-Aus im Russland-GP vor Wut, denn der vierfache Formel-1-Weltmeister wurde ausgerechnet von Red Bull Racing-Pilot Daniil Kvyat abgeschossen.

Die Formel-1-Experten im Fahrerlager von Sotschi waren sich einig: Red Bull Racing-Pilot Daniil Kvyat muss sich nach dem Startchaos von Russland bei Sebastian Vettel entschuldigen. Denn anders als in China war die Schuld des jungen Russen am Erstrunden-Aus des vierfachen Weltmeisters nicht von der Hand zu weisen.

Der junge Russe, der den Heppenheimer beim Start zum China-GP kalt erwischt hatte, krachte gleich zwei Mal ins Ferrari-Heck. Vettel drehte sich von der Strecke und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Und er schimpfte nach seinem Ausfall verständlicherweise: «Der erste Schlag war schon eine grosse Überraschung. Ich dachte, ich habe den richtigen Speed, ich habe mich an Daniel Ricciardo vorbeibremsen können, es war ganz eng. Und dann krieg ich einen Schlag von hinten. Ich hatte Glück, dass ich mich nicht drehte.»

Der 42-fache GP-Sieger schilderte: «Beim zweiten Schlag in Kurve 3 habe ich dann versucht, den Lewis ein wenig zu attackieren. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, ob ich einen Schaden am Auto hatte, weil der erste Schlag relativ gross war, versuchte ich, etwas im Rückspiegel zu erkennen. Doch dann hat's gleich noch einmal gekracht und das Rennen war vorbei.»

Und Vettel betonte sichtlich verärgert: «Ich habe mir die Aufnahmen angesehen, die Bolder sprechen für sich. Was soll ich denn machen, ich bin ja nicht der, der zweimal einem draufgefahren ist. Ich denke, ich hätte nichts anders machen können. Wenn sich einer erklären muss, dann ja wohl er!»

Der Deutsche bedauerte auch: «Ich denke, die Chance für ein gutes Ergebnis war da, ich hatte einen super Start, in dem Moment hat man keinen Überblick, wo man genau steht, aber es lief super, weil ich gleich an Daniel vorbeigekommen bin. Nach den ersten drei Kurven war das Rennen aber leider schon gelaufen, jetzt stehe ich hier, und die anderen fahren da draussen. Ich habe natürlich nicht damit gerechnet, aber solche Dinge passieren offensichtlich.»

Nach den TV-Interviews und noch während des Rennens stapfte Vettel wütend an die Boxenmauer von Red Bull Racing, um sich bei seinem früheren Teamchef Christian Horner über dessen Schützling Kvyat zu beschweren! Die Regelhüter brummten dem Russen für die Schubser eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe auf. Dazu gab es garantiert auch eine Standpauke von den Red Bull-Verantwortlichen.

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