Mark Webber: «Helmut Marko will nur Performance»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mark Webber: «Die Formel 1 ist ein grosses Geschäft, in dem sich die Dinge schnell ändern können»

Mark Webber: «Die Formel 1 ist ein grosses Geschäft, in dem sich die Dinge schnell ändern können»

Auch der ehemalige Red Bull Racing-Pilot Mark Webber äussert sich zum Cockpit-Wechsel von Max Verstappen und Daniil Kvyat. Der Australier erklärt, warum ihn die Entscheidung nicht überrascht hat.

Die Formel 1 und das Team Red Bull Racing kennt Langstreckenpilot Mark Webber besser als die meisten Fahrerlager-Gäste.Schliesslich blickt der Australier auf eine zwölfjährige GP-Karriere zurück, in der er 215 Renneinsätze bestritten hat. 129 davon fuhr er für den Rennstall aus Milton Keynes, mit dem er auch seine neun GP-Siege feiern durfte.

Auch Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko ist für Webber kein Unbekannter. Vielleicht wurde der frühere Schützling des Österreichers deshalb nicht vom Cockpit-Wechsel von Red Bull Racing-Aufsteiger Max Verstappen und Toro Rosso-Absteiger Daniil Kvyat überrascht. Im Interview mit «NBC Sports» erklärt er: «Das war wahrscheinlich schon vor dem Russland-GP ein Thema, auf gewisse Weise war spürbar, dass sich da was zusammenbraute.»

«Nun ist es passiert und jetzt schauen wir mal, ob Max die Red Bull-Rekorde brechen kann. Er hat keine Wahl, er muss jetzt bereit sein», fügte der Rennfahrer aus Quenbeyan an. Dass Kvyat zugunsten des Teenager-Talents wieder zu Toro Rosso zurückgeschickt wird, bezeichnet er als «brutal», weist aber auch darauf hin, dass die Formel 1 «ein grosses Geschäft ist, in dem sich die Dinge schnell ändern können.»

«Red Bull ist offenbar der Ansicht, dass Kvyat nicht genug geleistet hat. In ihren Augen war es einfach nicht ausreichend während ein anderer Fahrer viel Potenzial bewiesen hat. Normalerweise wartest du bis Saisonende, um einen Fahrerwechsel vorzunehmen. Aber natürlich gibt es Ausnahmen, vor allem bei Red Bull. Sie wechseln die Leute aus, wann sie wollen – bang! Helmut will nur Performance. Er will die schnellsten Jungs schnellstmöglich in die bestmögliche Lage bringen», erklärt Webber weiter.

Der Renn-Profi ist überzeugt, dass sich die Aufregung um den überraschenden Platztausch bald legen wird: «Die Leute glauben, dass die Versetzung von Dany auf seine Fehler im Russland-GP zurückgehen, aber offensichtlich war das nur die Spitze des Eisbergs und man war schon vorher nicht wirklich glücklich mit seiner Leistung. Aber Red Bull hat da sicher auch mit Blick auf den Fahrermarkt für 2017 gehandelt und sichergestellt, dass alles bereit ist. In sechs oder nur schon drei Monaten wird niemand mehr darüber reden, denn die Welt dreht sich für alle weiter.»

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