Training Monaco: Bestzeit für Hamilton, rote Flagge

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton gab im ersten freien Training zum Monaco-GP gleich zu Beginn Gas und wurde mit der ersten Bestzeit des Tages vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg belohnt.

Nachdem am Vortag noch ein strahlend blauer Himmel die Kulisse von Monte Carlo in ein goldenes Licht getaucht hatte, mussten die Formel-1-Piloten am Trainingsdonnerstag unter einem bewölkten Himmel zum ersten freien Training ausrücken. Der Erste, der die Boxengasse verliess, war Esteban Gutiérrez. Der Haas F1-Pilot blieb jedoch nicht der Einzige, der schon in der ersten Minute ausrückte, denn auch die Konkurrenz wollte möglichst jede Minute nutzen, um sich auf die anspruchsvolle Piste in Monaco einzuschiessen.

Gleich zu Beginn gaben die Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg auf der ultraweichen Reifenmischung Gas, die im Fürstentum erstmals zum Einsatz kommt. Mit Erfolg: Bereits auf seiner zweiten fliegenden Runde war Champion Hamilton schneller als auf seiner schnellsten FP1-Runde im Vorjahr. Nach den ersten zehn Minuten war er bereits 1,4 sec schneller.

Nach den ersten 25 Minuten führte der dreifache Weltmeister die Zeitenliste vor Daniil Kvyat, Max Verstappen, Nico Rosberg, Felipe Massa, Sergio Pérez, Sebastian Vettel, Nico Hülkenberg, Daniel Ricciardo und Jenson Button an. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer richtete sich aber auf Massa, der in der Saint Devote-Kurve die Kontrolle über sein Heck verlor und auf der linken Seite in die Streckenbegrenzung krachte.

Spitzenkampf der Silberpfeil-Piloten

Den Leitplanken sehr nahe kamen auch die beiden Formel-1-Rückkehrer Kevin Magnussen und Gutiérrez, wobei Beide Glück im Unglück hatten und eine Berührung verhindern konnten. Auch Spanien-Sieger Verstappen blieb nicht fehlerfrei. Der 18-jährige Red Bull Racing-Pilot legte in der letzten Kurve einen Rutscher hin und blieb deshalb eine halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege Daniel Ricciardo, der zu diesem Zeitpunkt den zweiten Platz hinter Hamilton belegte.

Rosberg, der in der Zwischenzeit bis auf Position 13 zurückgefallen war, rückte nach 40 Minuten zur zweiten Zeitenjagd aus und reihte sich erst hinter seinem Teamkollegen ein, konnte kurz darauf aber die erste Position übernehmen. Hamilton liess das nicht auf sich sitzen und legte nach. An seine 1:15,537 min kam Rosberg nicht heran, der Deutsche musste sich mit einem Zehntel Rückstand und dem zweiten Platz begnügen.

Weitere Ausfälle und Schrecksekunden

Trotzdem gab Hamilton weiter Vollgas – und erlebte gleich mehrere Schreckmomente. Erst leistete er sich in der zehnten Kurve nach dem Tunnel einen Fehler, dann verbremste er sich in der Sainte-Devote-Kurve, konnte einen Mauerkuss aber vermeiden. Weniger Glück hatte Gutiérrez, der seinen Dienstwagen kurz vor Portier abstellen musste und über Boxenfunk klagte: «Irgendetwas ist da mit dem Motor im Argen.»

Kurz darauf sorgte auch Renault-Pilot Jolyon Palmer für gelbe Flaggen weil er in der Tabac-Kurve die Streckenbegrenzung rammte und dabei Schrott auf der Piste verteilte. Wie schon beim Unfall von Massa kam deshalb das virtuelle Safety-Car zum Einsatz, allerdings nicht lange, denn die Streckenposten von Monte Carlo machten ihrem guten Ruf alle Ehre und räumten sowohl Trümmer als auch den Renault des Briten schnell von der Strecke.

Ein drittes Mal wurde das virtuelle Safety-Car auf die Strecke geschickt, weil Button einen Drainage-Deckel erwischte, während er Rosberg durch die Sainte Devote folgte. Der Deutsche hatte die Abdeckung aufgewirbelt und beschädigte sich dabei – wie der Weltmeister von 2009 – seinen Dienstwagen und einen Reifen.

Zwei Minuten vor dem Ende wurde schliesslich die rote Flagge geschwenkt – was gleichzeitig auch das Ende des ersten Trainings bedeutete. Damit blieb Hamilton der schnellste Mann des Morgens, hinter ihm reihte sich Rosberg ein. Schnell war auch Sebastian Vettel unterwegs. Der Ferrari-Star reihte sich mit vier Zehnteln Rückstand auf Hamilton auf der dritten Position vor Ricciardo, Verstappen, Kvyat, Hülkenberg, Pérez, Teamkollege Kimi Räikkönen und Carlos Sainz ein.

Valtteri Bottas, Romain Grosjean, Fernando Alonso, Gutérrez, Button, Felipe Nasr, Kevin Magnussen, Marcus Ericsson, Felipe Massa Jolyon Palmer, Rio Haryanto und Pascal Wehrlein komplettierten die Zeitenliste.

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Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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