McLaren: Extra-Motivation durch Druck von Ron Dennis

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Eric Boullier und Ron Dennis (r.)

Eric Boullier und Ron Dennis (r.)

McLaren-Oberhaupt Ron Dennis bleibt trotz der Leistungskrise seines Teams gewohnt selbstbewusst und spricht von Siegen und Titeln. Renndirektor Eric Boullier glaubt: Damit motiviert der strenge Brite seine Mitarbeiter.

Nicht nur die Formel-1-Experten und wunderten sich über McLaren-Oberhaupt Ron Dennis, der in einem BBC-Interview erklärte: «Ich glaube daran, dass der auf Mercedes folgende Weltmeister McLaren heissen wird. Wir werden dieses Ziel vor den anderen erreichen. Es ist eine gewaltige Herausforderung, aber ich habe jedes Vertrauen in die technische Kompetenz der Fachkräfte von McLaren und Honda.»

Auch die Fans und einige Konkurrenten legten angesichts dieser Aussage die Stirn in Falten. Denn auch im zweiten Jahr der neuesten Honda-Ära müssen Fernando Alonso und Jenson Button mit einem Leistungsdefizit um WM-Punkte kämpfen. Trotzdem ist der 68-jährige Brite überzeugt: «Wenn das neue Reglement 2017 eingeführt wird, dann werden die Karten neu gemischt. Das ist eine prima Gelegenheit für Honda und uns, um den Rückstand auf die Spitze wettzumachen.»

Immerhin räumte er auch ein, dass dies einer Herkules-Aufgabe gleichkommt: «Klar ist es eine grosse Aufgabe für jeden Rennstall, Mercedes-Benz vom Thron zu schubsen.» Trotzig fügte er aber auch an: «Ich weiss, dass wir Rennen gewinnen können. Und ich erkenne Anzeichen, die mich im Glauben bestärken, dass wir wieder Weltmeister werden können.»

Sebst McLaren-Zugpferd Alonso machte kein Geheimnis aus seiner Verwunderung angesichts dieser mutigen Prognose. Lachend erklärte er: «Ich muss mich dieser Meinung anschliessen, denn Ron ist mein Chef.»

Geht es nach McLaren-Renndirektor Eric Boullier, sorgen die Worte seines Chefs intern eher für eine Extra-Portion Motivation denn für Kopfschütteln. «Das hat natürlich mit dem hohen Anspruch zu tun, den McLaren hat. Wir wollen wieder Titel gewinnen. In der Vergangenheit mussten wir einige wichtige Entscheidungen fällen, wir haben etwa den Motorenpartner gewechselt und sind jetzt wieder ein Werksteam. Nur so kann man auf die Erfolgsspur zurückfinden», ist er überzeugt.

Und Boullier erklärt: «Ron blickt auf eine grossartige Karriere zurück, er ist einer der ganz Grossen in der Formel 1 und ich glaube, dass seine Aussagen dem Team eine Extra-Portion Motivation für uns, unsere Ziele noch intensiver zu verfolgen.»

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