Felipe Nasr (22.): «Spürte schon früh Vibrationen»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Felipe Nasr: «Als ich dann mit Vollgas durch den Tunnel fuhr, hatte ich plötzlich einen kompletten Leistungsverlust»

Felipe Nasr: «Als ich dann mit Vollgas durch den Tunnel fuhr, hatte ich plötzlich einen kompletten Leistungsverlust»

Der Ferrari-Motor von Sauber-Pilot Felipe Nasr quittierte im Qualifying zum Monaco-GP sich schon nach zwei Minuten mit einer dicken Rauchwolke seinen Dienst. Teamkollege Marcus Ericsson verpasste das Q2 nur knapp.

So hatte sich Felipe Nasr das Qualifying zum glamourösen Monaco-GP nicht vorgestellt. Kaum war der Sauber-Pilot auf der Piste, war das Abschlusstraining für den Brasilianer auch schon wieder vorbei. Im Tunnel verabschiedete sich sein Ferrari-V6 mit einer weissen Rauchwolke – und sorgte damit für die erste Unterbrechung am Nachmittag (eine weitere folgte durch Max Verstappens Leitplanken-Kuss).

Der 23-Jährige aus Brasilia klagte hinterher: «Natürlich bin ich enttäuscht, dass mein Qualifying so schnell zu Ende war. Doch schon als ich die Boxengasse verliess und beschleunigte, spürte ich leichte Vibrationen am Auto. Als ich dann mit Vollgas durch den Tunnel fuhr, hatte ich plötzlich einen kompletten Leistungsverlust. Dabei bin ich noch mit guten Gefühlen ins Q1 gegangen. Ich war bereit, meine beste Runde des bisherigen Wochenendes zu drehen. Aber es sollte heute nicht sein.»

Nasr will die Hoffnung auf ein starkes Resultat dennoch nicht begraben. «Hier in Monaco kann so schnell was passieren, vielleicht erleben wir ein chaotisches Rennen, das uns in die Hände spielen wird. Ich gehe auf jeden Fall positiv ins Rennen.»

Teamkollege Marcus Ericsson, der den Q2-Einzug mit 1:16,299 min nur um knapp fünf Hundertstel verpasste, gestand: «Es ist natürlich schon etwas enttäuschend, wenn der Abstand nur wenige Hundertstel beträgt. Insgesamt bin ich mit meinen Runden auf den ultraweichen Reifen aber zufrieden, die beste Zeit war nahe an dem, was für uns möglich ist. Was die Balance des Autos betrifft, haben wir gegenüber dem dritten freien Training einige Anpassungen vorgenommen, die Verbesserungen brachten.»

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