Tom Kristensen: «Fernando Alonso fährt in Le Mans»

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Tom Kristensen ist «Mister Le Mans»: Neun Mal hat der Däne den Langstreckenklassiker gewonnen. Er ist überzeugt: «Fernando Alonso fährt in Le Mans.»

Im Fahrerlager des Circuit Gilles Villeneuve hat der Spanier Fernando Alonso festgehalten: «Für das nächste Jahr braucht ihr mich über meine Zukunft nichts zu fragen – ich werde erst im Sommer 2017 entscheiden, wie es mit meiner Karriere weitergeht. Macht die neue Generation von Rennwagen Spass, dann kann ich mir vorstellen, noch länger Grands Prix zu fahren.»

«Doch es gibt noch mehr, das mich reizen würde: Ich fände es auch ziemlich cool, beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und das Indy 500 zu gewinnen.»

Zur Erinnerung: Das hat bislang erst einer geschafft – der Engländer Graham Hill. Der Formel-1-Champion der Jahre 1962 und 1968 triumphierte 1966 beim berühmtesten Autorennen der USA, 1972 holte er sich zusammen mit Henri Pescarolo auf einem Matra-Simca MS670 den Triumph beim Langstreckenklassiker in Frankreich.

Alonso weiter: «Mir ist klar, dass gerade ein Erfolg in den USA eine gewaltige Aufgabe wäre, denn ich habe null Erfahrung mit dem Ovalsport. Sagen wir also – Le Mans ist realistischer. Wenn ein Pilot älter wird, dann reizen ihn eben die grossen Herausforderungen und die grossen Autorennen.»

Der Däne Tom Kristensen ist «Mister Le Mans» – neun Mal hat er den Langstreckenklassiker in der Sarthe gewinnen können. Er sagt gegenüber der spanischen Confidential: «Ich habe erlebt, welche Leidenschaft Alonso für das Rennen zeigt. Ich habe mich mit einigen Leuten unterhalten, darunter auch mit Mark Webber. Ich glaube fest daran, dass Alonso in Le Mans antreten wird.»

Die Frage ist nur: Wann?

Es hat nicht viel gefehlt zu einem sensationellen Porsche-Deal von Fernando Alonso. Nach unseren Informationen stand der Asturier während der Saison 2014 öfters in Kontakt mit seinem Kumpel Mark Webber, der ihm offenbar einen Le-Mans-Einsatz schmackhaft gemacht machte. Alonso zog Le Mans mit Porsche immer mehr in Betracht – und sah sich eine Woche vor seinem Ferrari-Abschied in Abu Dhabi Mitte November 2014, die WEC-Szene in Bahrain ein wenig genauer an.

Alonso schaffte es im Winter 2014/2015 sogar, McLaren-Mitbesitzer Ron Dennis zu überreden. Dennis hätte dem Einsatz Fernandos in Spa-Francorchamps und in Le Mans zugestimmt, sickerte aus Porsche-Kreisen durch, doch Honda legte sich quer.
Das entspricht also exakt jenem Programm, das dann Nico Hülkenberg fuhr – und 2015 bei seiner Premiere in Le Mans sensationell gewinnen konnte.

Le Mans kollidiert mit dem ersten Grand Prix in Baku (Aserbaidschan) vom kommenden Wochenende (18./19. Juni).

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