2. Training Spielberg: Regen sorgt für Zwangspause

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Der Regen bescherte nicht nur Ferrari-Star Sebastian Vettel Sorgenfalten

Der Regen bescherte nicht nur Ferrari-Star Sebastian Vettel Sorgenfalten

Die Formel-1-Stars verloren im zweiten freien Training auf dem Red Bull Ring mehr als vierzig Minuten Fahrzeit, weil ein Wolkenbruch über die Strecke zog. Am Ende durfte sich Nico Rosberg über die Bestzeit freuen.

Das zweite freie Training zum Österreich-GP war gerade erst eine Minute alt, da meldete Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton schon die ersten Regentropfen. Es dauerte jedoch ein paar Minuten, bis der grosse Regenschauer kam. Vor dem Wolkenbruch unternahm Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen noch einen Ausflug in der fünften Kurve.

Der Finne schaffte es, auf die Service-Strasse auszuweichen und wieder aus eigener Kraft auf die Strecke zurückzukehren. Doch kaum war er auf der Piste, folgte auch schon der grosse Regen, der für eine mehr als 30 Minuten dauernde Zwangspause sorgte.

Davor hatte sich Mercedes-Pilot Nico Rosberg mit 1:07,967 min die Spitzenposition vor Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo, Nico Hulkenberg, Hamilton, Fernando Alonso, Valtteri Bottas, Pascal Wehrlein, Carlos Sainz, Jenson Button, Romain Grosjean, Kevin Magnussen, Jolyon Palmer, Felipe Nasr, Sergio Pérez, Rio Haryanto, Marcus Ericsson, Esteban Gutiérrez, Daniil Kvyat, Felipe Massa, Räikkönen und Max Verstappen gesichert.

Dreher von Max Verstappen

Der Erste, der sich wieder auf die Strecke traute, war Ricciardo, der auf Intermediates ausrückte. Eine Minute später folgte auch Teamkollege Verstappen, der auf seiner ersten schnellen Runde einen Dreher in der letzten Kurve hin. Der 18-jährige Niederländer blieb natürlich nicht der einzige Pilot im Feld, der mit dem noch nassen Asphalt zu kämpfen hatte.

Schon zuvor hatte Rosberg in der ersten Kurve weit ausholen müssen, auch Kvyat verbremste sich kurz darauf an derselben Stelle, genauso wie Ricciardo und Verstappen, der nach seinem Dreher unbeirrt hatte weiterfahren können. Mittlerweile waren bis auf Wehrlein, Nasr, Haryanto und Ericsson alle Piloten wieder auf der Piste und entsprechend viele Ausritte bekamen die Fans auf den Zuschauerrängen zu sehen.

Für Unterhaltung sorgte auch Alonso mit seinem Funkverkehr an die Box. Als die McLaren-Teamleitung ihm mitteilte, dass er selbst die Wahl habe, ob er noch weiter Runden drehen oder doch lieber an die Box abbiegen wolle, weil er nichts lerne, antwortete der Weltmeister von 2005 und 2006 trocken: «Ich habe in der letzten halben Stunde nichts gelernt!»

Kurz darauf hatte Pérez die Strecke für sich. Der Force India-Pilot wollte die verbliebene Zeit bestmöglich nutzen, schliesslich hatte er das erste Training zugunsten von Testfahrer Alfonso Celis auslassen müssen.

Sebastian Vettel auf Slicks

Der Erste, der sich nach dem Regen auf Slicks blicken liess, war Vettel. Der vierfache Champion rückte auf den ultraweichen Reifen aus, während Teamkollege Kimi Räikkönen die superweiche Mischung aufziehen liess und auch ausrückte. Während die roten Renner aus Maranello ihre Runden drehten, bekundete Red Bull Racing-Pilot Ricciardo schon wieder Probleme.

«Okay, ich habe nicht die volle Power, wenn ich voll aufs Gas gehe», erklärte der Australier, der heute, Freitag, seinen 27. Geburtstag feiert. Mittlerweile waren auch Sainz auf superweichen Reifen und Button auf der weichen Mischung ausgerückt. Kurz darauf folgten weitere GP-Piloten und es dauerte nicht lange, bis Bewegung in die Zeitenliste kam.

Die ersten Piloten, die sich verbessern konnten waren Button und Kvyat. Auch Hamilton gab Gas, wurde aber durch Gutiérrez eingebremst, der wegen technischer Probleme im Schleichgang unterwegs war. Hamilton hängte eine zweite schnelle Runde an und sicherte sich damit den zweiten Platz hinter seinem Teamkollegen, der die Zeitenliste immer noch 1:07,967 min anführte.

Zwei Minuten vor dem Ende des Trainingsfreitags kam das virtuelle Safety-Car zum Einsatz, weil Sebastian Vettel seinen Ferrari in der zweiten Kurve ins Kies setzte. «Ich weiss nicht, was passiert ist, als ich in die Eisen stieg, verlor ich die Kontrolle über das Auto. Die Wiederholung der TV-Bilder zeigte: Der Heppenheimer leistete sich vor seinem Ausritt keinen Fehler.

An der Zeitenliste änderte sich in der Folge nichts mehr: Rosberg durfte sich mit 1:07,967 min über die Bestzeit vor Hamilton, Hülkenberg, Vettel, Ricciardo, Sainz, Verstappen, Räikkönen, Bottas und Button freuen. Hinter den Top-Ten-Fahrern komplettierten Alonso, Massa, Kvyat, Pérez, Magnussen, Palmer, Wehrlein, Gutiérrez, Ericsson, Grosjean, Nasr und Haryanto die Zeitenliste.

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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