Fernando Alonso, McLaren: Kerbs? Fahrer selber Schuld

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

​McLaren-Superstar Fernando Alonso ist ernüchtert: Nur Startplatz 14 auf dem Red Bull Ring, während sein Honda-Stallgefährte Jenson Button Fünfter wurde.

Der zweifache Formel-1-Champion Fernando Alonso hatte vor dem Abschlusstraining zum Grossen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring deponiert: «Wir sollten hier konkurrenzfähiger sein als zuletzt in Kanada und Aserbaidschan, also müsste ein Platz in den Top-Ten drin liegen.» Daraus wurde aber nichts – ein Alonso-Fan muss mit dem Finger in der Rangliste ziemlich weit hinunter fahren, um auf den Namen seines Lieblingspiloten zu treffen.

Fernando nach seiner Fahrt zu Startpolatz 14: «Ein reibungsloses Abschlusstraining geht anders. Wir wussten, dass der Regen kommt. Aber als wir die Heizdecken von den Walzen zupften, waren da leider nicht neue Reifen darunter. Das ganze Team war so verblüfft wie ich, die alten Reifen aus der ersten Quali zu sehen. Als wir dann endlich die neuen Walzen bereit hatten, waren da viele gelbe Flaggen, ich musste abbrechen.»

«Mischverhältnisse wären mir für das Rennen am liebsten, dann könnte ich am ehesten Ränge gutmachen. Ich bin nicht wütend. Aber es soll einfach niemand ein Wunder erwarten, wenn ich mit verbrauchten Reifen auf die Bahn gehen soll.»

Was sagt Fernando zum Wirbel um die Randsteine? Alonso: «Wir haben heute ein Teil eines Frontflügels verloren, dazu gab es ein Problem mit einer Bremsbelüftung. Und zwar an jener Stelle, wo Daniil Kvyat seinen Abflug hatte. Ich gebe zu, dass die Randsteine recht aggressiv sind. Aber sie sind ja aus einem klugen Grund angebracht worden. Sie sollen verhindern, dass die Fahrer ständig neben der Bahn herumfahren. Wenn wir Fahrer das dann trotzdem tun, dann sind wir zu einem guten Teil daran selber Schuld. Wir Piloten müssen eben im Grand Prix weniger über die Kerbs brettern, dann halten auch die Aufhängungen.»

Jenson Button sagt über seine fünftschnellste Zeit, aus welcher der dritte Startplatz wird: «Das war reines Glück. Ich rutschte im zweiten Quali-Teil in den Kies und dachte – so, das war’s mit meinem Abschlusstraining. In den Kurven 1 und 2 regnete es schon, in Kurve 3 hinein habe ich ein Rad blockiert, mein McLaren rutschte geradaus. Aber ich schaffte es eben noch, mich durchzumogeln.»

«Im letzten Quali-Teil auf abtrocknender Bahn dann waren wir mit den Intermediate-Reifen sehr gut unterwegs, mit den Slicks war der Speed okay. Aufgrund der Strafen von Rosberg und Vettel kann ich als Dritter ins Rennen gehen. Klar hatte ich dabei Glück. Aber ich nehme dieses Geschenk gerne an und freue mich auf den Start aus der zweiten Startreihe.»

«Kann jetzt bitte jemand dafür sorgen, dass wir auch im Rennen solche Verhältnisse haben? Die scheinen hier auf dieser Bahn am besten zum Auto und auch zu meinem Fahrstil zu passen.»

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Mathias Brunner
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