Das sagt Lewis Hamilton zum Mercedes-Machtwort

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton

​Nach der Entscheidung von Mercedes in Sachen Stallorder sagt Weltmeister Lewis Hamilton: «Ob ich abgeschreckt werde? Ich sollte darauf wohl mit ja antworten.»

Mercedes hat entschieden: Die Piloten dürfen auch weiterhin frei fahren. Mit einem grossen Aber. Mercedes hat mitgeteilt: «Als leidenschaftliche Racer möchten wir sie gegeneinander kämpfen sehen, und das gilt genauso für die Fans der Formel 1. Die Freiheit bringt jedoch auch eine Verantwortung für unsere Fahrer mit sich. Sie müssen die Werte des Teams respektieren.»

«In den vergangenen fünf Rennen gab es drei Zwischenfälle, die uns mehr als 50 Punkte in der Konstrukteurswertung gekostet haben. Deshalb haben wir unseren Verhaltenskodex verstärkt. Er enthält nun drastische Abschreckungsmassnahmen bei Berührungen zwischen unseren beiden Autos.»

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton schmunzelt, als ihm die Worte von Mercedes nochmals vorgelesen werden, dann sagt der Champion von 2008, 2014 und 2015: «Nichts hat sich geändert, es ist, wie es immer ist. Der WM-Kampf lag immer in unseren Händen. Es ist gut für die Fans, dass wir frei fahren dürfen.»

Auf die Frage, ob er von den "drastischen Massnahmen'" abgeschreckt werde, lacht Hamilton zunächst nur, dann sagt er: «Ich sollte wohl sagen – ja.»

Richtig überzeugend wirkt das nicht. Die ganze Körpersprache von Lewis sagt: Die können faseln, was sie wollen, ich bin ein Vollblut-Racer, ich bin ein Hai, und wenn ich Blut rieche, dann schlage ich zu. Schliesslich hat genau dieser Killerinstinkt Hamilton zu einem der erfolgreichsten Formel-1-Fahrer gemacht.

Lewis: «Ich verstehe die Fragen, etwa wie wir uns künftig im Zweikampf verhalten sollen. Aber was intern besprochen worden ist, das bleibt intern.»

Was den weiteren WM-Verlauf angeht, sagt der 46fache GP-Sieger: «Ich habe das nie als Zweikampf mit Nico alleine angesehen. Für mich ist die Ausgangslage die gleiche wie zu Beginn der Saison. Vettel hatte ein paar unglückliche Rennen, Ferrari könnte viel weiter vorne sein, ich rechne weiter mit ihnen. Ich selber liege noch hinten, aber es waren mal 43 Punkte, nun sind es noch elf, also hat sich meine Position verbessert.»

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Mathias Brunner
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