Kimi Räikkönen: «Heute drehte sich alles ums Timing»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Kimi Räikkönen: «Das kann man nicht planen, da braucht es auch ein bisschen Glück»

Kimi Räikkönen: «Das kann man nicht planen, da braucht es auch ein bisschen Glück»

Ferrari-Star Kimi Räikkönen muss den Ungarn-GP vom 14. Platz in Angriff nehmen. Der Finne weiss: «Das macht das Rennen natürlich nicht einfacher.» Und er erklärte: «Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen.»

Ferrari-Star Kimi Räikkönen hatte im Qualifying zum Ungarn-GP kein Glück. Der coole Finne schaffte es im chaotischen Abschlusstraining nicht ins Top-Ten-Stechen und muss den elften WM-Lauf des Jahres nun vom 14. Startplatz aus in Angriff nehmen. Warum es am Ende des zweiten Qualifying-Segments nicht mehr für eine schnelle Runde reichte, konnte er hinterher nicht sagen: «Ich weiss es nicht, aber was auch immer die Gründe sind, es macht jetzt auch keinen Unterschied mehr.»

Räikkönen erklärte: «Es ist natürlich eine Schande, dass wir hier gelandet sind, denn das Auto war heute sehr gut – auch im Nassen. Der Startplatz macht das Rennen natürlich nicht einfacher, doch ich bin überzeugt, dass wir eine gute Strategie finden werden. Zuerst muss ich sauber durch die ersten Kurven kommen und dann müssen wir schauen, wie das Rennen läuft. Das Tempo ist vorhanden, deshalb ist es schon enttäuschend, aber was wollen wir jetzt klagen? Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und es beim nächsten Mal besser machen.»

Und der 36-Jährige aus Espoo fügte an: «Das hier ist immer noch eine normale Strecke, auf der man an den Gegnern vorbeikommt, wenn man den richtigen Speed hat. Das ist nicht die beste Strecke, um zu überholen, aber wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass es möglich ist. Natürlich wird es morgen nicht einfach, aber ich bin trotzdem überzeugt, dass wir etwas finden werden, das uns nach vorne bringen wird. Wie weit, das weiss ich nicht, wir werden unser Bestes geben. Mal schauen, wo wir am Ende stehen werden.»

Dass sein roter Renner auf dem Hungaroring so stark ist, führt Räikkönen auf zwei Faktoren zurück: «Ich denke, das hat viel mit der Streckencharakteristik und den Bedingungen zu tun. Das Rennen in Silverstone war schwierig, weil es sehr windig war, und auch das Strecken-Layout war nicht gut für uns. Es war wohl die schwierigste Strecke des Jahres für uns. Und wir wussten, dass es hier besser laufen wird. Aber wir sind immer noch nicht da, wo wir sein wollen. Ich denke, unter normalen Bedingungen wären wir nicht weit weg von der Spitze. Es war sehr eng, aber was auch immer wir jetzt sagen, es wird das Qualifying-Ergebnis nicht ändern.»

Auf die Frage, ob er sich lieber ein Rennen auf nasser oder einen GP auf trockener Piste wünsche, erklärte der 20-fache GP-Sieger: «Das können wir uns nicht aussuchen. Im Nassen lief es wie gesagt ziemlich gut, es kommt also nicht darauf an. So oder so wird es nicht einfach für uns. Ich habe unseren Plan fürs Rennen noch nicht gesehen. Es wird verschiedene Szenarien geben, die davon abhängen, was im ersten Teil des Rennens passiert – hier gibt es viele Safety-Car-Phasen, rote Flaggen und so weiter. Ich hoffe, dass wir das richtig hinbekommen und vom Rennverlauf profitieren werden. Aber das kann man nicht planen, man weiss ja nicht, was passieren wird.»

Auf die Frage, ob er im Qualifying selbst entschieden habe, zu welchem Zeitpunkt er auf die Slicks wechselte, erklärte Räikkönen: «Ich kann schon sagen, wann das sein soll, aber das Team hat diesmal entschieden, denn die sehen auch, was die Anderen machen und fällen die Entscheidung. Man kann hinterher immer sagen, was wir anders hätten machen sollen, aber das würde das heutige Resultat nicht ändern. Wir müssen es in Zukunft einfach besser hinbekommen. Die Rundenzeit war gut, als ich die Runde drehte, doch nach wenigen Sekunden war das schon Geschichte. Die Strecke trocknete immer stärker ab und wurde immer schneller, aber das gehört dazu. Manchmal liegst du richtig und manchmal daneben. Heute drehte sich alles ums Timing, man musste vor den roten Flaggen eine Runde fertig bekommen, und das kann man nicht planen. Da braucht es auch ein bisschen Glück.»

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