Toto Wolff: Hamilton, Rosberg – Duell bis Abu Dhabi

Von Mathias Brunner
Formel 1
Toto Wolff mit seinen beiden Alphatieren

Toto Wolff mit seinen beiden Alphatieren

​Mercedes-Teamchef Toto Wolff glaubt nicht an eine Vorentscheidung beim Duell seiner Alphatiere Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Er denkt vielmehr, dass der WM-Titel erst in Abu Dhabi vergeben wird.

Die Statistik wird für Nico Rosberg nicht besser: Nach dem Russland-GP und vier Siegen in Folge hatte der Deutsche 43 Punkte Vorsprung auf Lewis Hamilton. Aber seit Monaco scheint der Engländer (mit Ausnahme von Baku) die Oberhand zu haben – fünf Siege in sechs Rennen! Für Teamchef Toto Wolff hat sich mit der erstmaligen WM-Führung von Hamilton in dieser Saison aber nicht viel geändert.

«Da ist kein Muster erkennbar», meint der Wiener Steuermann von Formel-1-Weltmeister Mercedes-Benz. «Wir führen sehr offene Diskussionen mit beiden, seit nunmehr vier Jahren, und das Tolle bei ihnen ist, dass sie sich auf ihre Stärken besinnen können. Ein paar Rennen laufen für den einen besser, dann dreht das wieder. Nico hatte zum Schluss der Saison 2015 einen tollen Lauf und konnte diesen Schwung in die Saison 2016 mitnehmen. Alle sprachen vom neuen Rosberg. Nun hat das Pendel wieder umgeschlagen, aber das liegt nicht an einer veränderten Leistung des einen oder des anderen.»

Dennoch: Viele deutsche Fans glauben vor dem wichtigen Heimrennen von Nico Rosberg in Hockenheim – er ist in einer schwierigen Phase der Saison. «Das sehe ich nicht so», erwidert Toto Wolff. «Zu Beginn der Saison hat er Sieg um Sieg eingefahren, das kann auch wieder ändern. Es geht auch oft darum, keine Fehler zu machen und notfalls halt einen zweiten oder dritten Platz nach Hause zu fahren. Denn ein Ausfall kann die WM entscheiden. Wenn ich aus dem Bauch heraus urteilen müsste, würde ich sagen – der Titel wird erst beim Finale von Abu Dhabi vergeben.»

«Wenn wir aber davon ausgehen würden, dass das nur auf ein Duell zwischen Lewis und Nico hinausläuft, wäre das der erste Schritt zur Niederlage. Wir haben die Gegner immer auf der Rechnung und wissen, dass sie in jedem Rennen einen besseren Job machen können als wir. Und da ist ja immer noch die wichtige Frage der Ressourcen für 2017, wie wir es also schaffen sollen, unser hohes Niveau auch in die kommende Saison hinüber zu retten.»

Bedrohlich hängt ein Damoklesschwert über Lewis Hamilton – die drohende Strafe wegen eines Motorwechsels. Der Engländer wird mit seinem Kontingent von fünf Antriebseinheiten pro Saison und Fahrer nicht durch die zweite Saisonhälfte kommen.

Toto Wolff: «Wir zögern das hinaus, so weit wir können. Und dann schätzen wir ab, wie viele zusätzliche Motoren Lewis brauchen wird. Und auf welcher Strecke eine Strafe nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. Diese Entscheidung ist noch offen. Wir wollten erst den Grossen Preis von Deutschland abwarten.»

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