GP Belgien in Spa-Francorchamps: Regenschirm unnütz

Von Mathias Brunner
Formel 1
Spa-Francorchamps lockt mit schönem Wetter

Spa-Francorchamps lockt mit schönem Wetter

​Hoppla, was ist denn jetzt los? Eine Hochdrucklage über Mitteleuropa erzeugt ein Formel-1-Kuriosum – für das ganze Rennwochenende in Spa-Francorchamps (Belgien) ist kein Tropfen Regen in Sicht.

Die ganzen alten Faustregeln der Formel 1 verlieren an Gültigkeit: In den letzten 25 Jahren galt meist – Ferrari, McLaren und Williams machen die WM-Titel unter sich aus. Dann begann der Aufstieg von Red Bull Racing, und die Saat jahrelanger Arbeit bei Mercedes-Benz zeigte beim Schritt in die neue Turbo-Ära endlich reiche Früchte. Ferrari hat seit Singapur 2015 nicht mehr gewonnen, McLaren und Williams sind seit 2012 sieglos.

Seit 2007 und Kimi Räikkönen wartet Ferrari auf einen Fahrer-WM-Titel, McLaren muss seit 2008 (Lewis Hamilton) darben, Williams gar seit 1997 (Jacques Villeneuve).

Ebenso galt als sicher wie das Amen in der Kirche: Mindestens einmal an einem GP-Wochenende in Spa-Francorchamps giesst es. Manchmal monsunartig, manchmal als feinster Sprühregen, hin und wieder in Eau Rouge, aber nicht oben in Kemmel oder umgekehrt.

Und nun das, wie die Formel-1-Wetterspezialisten von Ubimet zur Verblüffung des GP-Zirkus melden: Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über Europa sorgt beim ersten Rennen nach der Sommerpause für reichlich Sonnenschein. Die Chance ist gross, dass es das gesamte Rennwochenende über trocken bleibt. Das kommt in Spa-Francorchamps nur alle Jubeljahre mal vor, bedingt durch die Nähe zum Atlantik fällt durchschnittlich an 15 Augusttagen messbarer Niederschlag.

Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag scheint häufig die Sonne und das von einem zumeist wolkenlosem Himmel. Nach Frühtemperaturen zwischen 16 und 18 Grad steigen die Temperaturen an den Nachmittagen jeweils auf 29 bis 31 Grad. Der Wind weht dabei mässig aus südlichen Richtungen.

Das trockene Wetter setzt sich aus heutiger Sicht auch am Rennwochenende fort, allerdings steigt das Schauer- und Gewitterrisiko mit der Annäherung eines Atlantiktiefs etwas an.

Zumindest für das Qualifying stehen die Chancen weiterhin sehr gut, dass es trocken bleibt. Dazu scheint am Samstag weiterhin häufig die Sonne, im Vergleich zu den Vortagen zeigen sich aber etwas mehr Wolken am Himmel und das bei maximal 30 Grad.

Überwiegend sonnig verläuft aus heutiger Sicht auch der Rennsonntag. Die Schauer- und Gewitterwahrscheinlichkeit steigt am Nachmittag jedoch auf 30 bis 40% an, ganz ausgeschlossen ist ein Regenschauer während des Rennens also nicht. Mit Winddrehung auf Südwest gehen die Temperaturen geringfügig zurück, der Höchstwert liegt bei rund 28 Grad.

Typisches Ardennen-Wetter ist erst wieder auf Montag oder Dienstag angesagt, dann ist der GP-Tross jedoch schon weitergezogen – Richtung Monza.

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