Pirelli: Nach Test in Belgien neue Reifen in Malaysia

Von Adam Cooper
Formel 1
​Der Mailänder Formel-1-Alleinausrüster Pirelli will nach Versuchen am Freitagmorgen in Belgien zum Malaysia-GP (2. Oktober) hin eine neue Reifenkonstruktion einführen.

Ungewöhnliches Bild im freien Training zum Grossen Preis von Belgien: Auf der Bahn von Spa-Francorchamps waren GP-Renner mit fremdartig markierten Reifen zu sehen, also nicht den üblichen Farb-Codes wie ein roter Streifen für die superweiche Mischung oder weiss für mittelhart. Hintergrund: Reifenhersteller Pirelli gab jedem Piloten zwei Sätze von Experimentalreifen, die widerstandsfähiger sein sollen, wen nein Fahrer über die Randsteine räubert oder auch bei Fremdkörpereinwirkung wie etwa beim Überfahren von Kohlefasersplittern oder Metallteilen.

Bei den Versuchswalzen hier in Belgien handelte es sich um Reifen der Mischung weich (üblicherweise gelb markiert). Beim Test ging es darum zu sehen, was die Piloten in Sachen Fahrgefühl rapportieren und wie sich die neue Konstruktion auf die Rundenzeiten auswirkt. Das ist ein wichtiger Punkt, weil die Rennställe ihre Wünsche in Sachen Reifenmischungen für die kommenden Grands Prix längst bei Pirelli deponiert haben. Würde die neue Konstruktion die Leistungsfähigkeit bestimmter Mischungen verzerren, wäre das den Teams gegenüber unfair.

Pirelli wird in einer Woche in Monza einen weiteren Test fahren, dann muss von allen elf Rennställen sowie von der FIA das Einverständnis vorliegen, um die neue Reifenkonstruktion zum Malaysia-GP hin einzuführen.

Pirelli-Technikchef Mario Isola: «Auf unseren Prüfständen im Mailänder Werk haben wir nachgewiesen, dass die neue Konstruktion auf Einwirkung von aussen widerstandsfähiger ist. Nun geht es darum, was die Fahrer sagen. Wenn die Piloten mit dem Fahrverhalten der Reifen zufrieden sind, so hoffen wir, dass wir diese Konstruktion in Sepang einführen können.»

«Wir glauben, das ist zu machen. Denn die ersten Antworten der Fahrer lauteten, dass sie keinen Unterschied im Handling ausmachen können. Aber ich will Antworten von allen Teams und von allen Piloten. Denn wir werden auch das Ja von allen Rennställen benötigen, um die neue Spezifikation einzuführen.»

Sollte alles so kommen, wie Mario Isola sich das vorstellt, werden auch die neuen, breiteren 2017er Walzen von Pirelli in dieser Konstruktion zu den Rennen gebracht.

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