Wirbel um Kimi Räikkönen: Ferrari dementiert Fehler

Von Mathias Brunner
​Im freien Training zum Grossen Preis von Malaysia ist Ferrari am Wagen von Kimi Räikkönen ein peinlicher Fehler unterlaufen. Der Finne sprach freimütig über das Missgeschick. Ferrari dementiert alles.

Hunderte Fachkräfte in der Formel 1 führen jeden Tag Tausende von Arbeiten aus. Einen der härtesten Jobs haben Rennmechaniker. Denn sie sind die Lebensversicherung der Grand-Prix-Stars.

Es liegt in der Natur des Menschen, dass er nicht perfekt arbeitet. Das trifft auch auf einen Mechaniker zu. Manchmal sind ihre Missgeschicke öffentlich – etwa ein schlecht angesetzer Schlagschrauber bei einem Reifenwechsel, wertvolle Sekunden verstreicheen. Andere Fehlgriffe bleiben eine Weile verborgen, so wie nun bei Ferrari.

Im Fahrerlager von Sepang kursiert: Im Fussraum des Ferrari von Kimi Räikkönen sei im zweiten Freitagtraining eine Taschenlampe verschlampt worden. Solche Handlampen kommen zum Einsatz, wenn im Dunkeln des Monocoques gearbeitet wird.

Das Pikante am Ganzen: Ferrari dementiert, dass es so einen Vorfall überhaupt gegeben hat

Wir haben uns mit Mervi Kallio unterhalten, der TV-Reporterin vom Sender MTV. Die sympathische Finnin bestätig: «Auf meine Frage, welche Probleme es im zweiten Training zu Beginn gegeben habe, als Räikkönen etwas länger als üblich an der Box stand, begann Kimi zu lächeln und ein wenig herumzudrucksen. Dann hat er zugegeben, dass ein Mechaniker eine Taschenlampe im Fussraum vergessen hat, wo sie sich prompt hinter dem Gaspedal verklemmte.»

Die ganze Aktion hat Ferrari etwas Zeit gekostet, aber keine Schäden verursacht. Die bange Frage bleibt: Was, wenn sich die Lampe nicht hinter dem Gas verklemmt hätte, sondern hinter dem Bremspedal?

Exakt das passierte 1998 Johnny Herbert im Sauber. Damals hatte ein Sauber-Mechaniker einen Schraubenschlüssel im Wagen vergessen. Das Werkzeug rutschte im Rennen in den Fussraum, und verklemmte sich – ausgerechnet in Runde 13! – hinter den Pedalen. Die Bremsen funktionierte deshalb nicht richtig, und der Engländer kreiselte in der Lesmo von der Bahn.

Es geht noch skurriler. 2010 in Bahrain traute die Renault-Truppe ihren Ohren nicht, als sich der damalige Werksfahrer Robert Kubica im Training über Funk meldete und sagte: «Äh, ich habe ein Handy im Cockpit. Jemand hat sein Telefon hier liegenlassen. Was soll ich tun? Soll ich es über Bord werfen oder an die Box kommen?» Das Team antwortete: «Okay, Robert, Box, Box!» – «Gut, ich werde nur kurz anhalten, das Telefon rausreichen und dann weitermachen, ja?» – «Verstanden, Robert.»

Und genau so machte es der Pole dann auch.

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