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Nick Heidfeld: Die Bilanz fällt eher bescheiden aus

Von Andreas Reiners
Nick Heidfeld

Nick Heidfeld

Am Anfang war das Ziel klar: Nick Heidfeld wollte um den Titel mitfahren. Und die Saison ließ sich mit einem dritten Platz in Hongkong auch gut an. Doch dann lief kaum noch etwas zusammen.

Die Bilanz: Mit 30 Punkten ist er vor dem Saisonfinale in New York Mitte Juli Elfter. Das Problem: Sein Mahinda-Teamkollege Felix Rosenqvist fuhr lange im Dunstkreis des Titelrennens mit, hat mit 86 Punkten immer noch deutlich mehr als Heidfeld.

«Es kamen da einige Dinge zusammen. Natürlich bin ich nicht zufrieden», sagte Heidfeld motorsport.com nach seinem sechsten Platz in Zürich. Es ist die beste Platzierung seit dem Auftakt in Hongkong.

«Ich hatte schon einige technisch bedingte Probleme, die mich auf der Strecke einfach haben stehen lassen. Da ist natürlich nichts zu gewinnen», sagte Heifeld. Es ist aber nicht nur das Auto gewesen. «Ich muss mir aber gleichzeitig auch an die eigene Nase fassen.» Ein paar Patzer im Qualifying zum Beispiel verhinderten in den Rennen bessere Ergebnisse.

Und klar: Immer wieder ist da auch das Warten auf den ersten Sieg. Das verfolgt ihn bereits seit seiner Formel-1-Karriere. Immerhin 183 Rennen fuhr er in der Königsklasse, schaffte es dabei 13 Mal auf das Podium. Ganz oben stand er dort aber nie. Immerhin: Er schaffte zwischen 2007 und 2009 die meisten Zielankünfte in Folge, 41 waren das. Der etwas sperrige «Titel» des Formel-1-Fahrers mit den meisten Podestplätzen, der nie ein Rennen gewonnen hat, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Der erste Sieg ist aber außer Reichweite, und hat auch nicht die höchste Priorität. Immerhin ist die Tendenz mit den Plätzen zehn und sechs in Berlin und Zürich positiv. «Auch wenn die letzten Rennen nicht so gut gelaufen sind, muss man immer ruhig bleiben. Ich kann jetzt nicht mit dem Hammer kommen und sagen: Es muss jetzt funktionieren.»

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