Osnabrück: Gespann-Duell elektrisierte das Publikum

Von Rudi Hagen
Grasbahn
Heißes Duell: Markus Brandhofer/Tim Scheunemann (l.) gegen William Matthijssen/Sandra Mollema

Heißes Duell: Markus Brandhofer/Tim Scheunemann (l.) gegen William Matthijssen/Sandra Mollema

Markus Brandhofer und Tim Scheunemann wurden in Osnabrück Vierte. Ihr Duell im ersten Lauf der Seitenwagen auf der Nahner Waldbahn mit William Matthijssen und Beifahrerin Sandra Mollema war atemberaubend.

Eines vorweg: Wer in dieser Saison bei einem Rennen in der Internationalen Seitenwagenklasse startet und auf William Matthijssen und Beifahrerin Sandra Mollema trifft, muss sich wieder war anziehen. An dem gemischten Doppel aus den Niederlanden wird wie bisher kein Weg vorbeigehen, wenn man den Dreirad-Sieg auf Gras oder Sand anpeilt.

Das musste am Sonntag auch die Konkurrenz beim 63. Osnabrücker ADAC-Grasbahnrennen auf der Nahner Waldbahn neidlos anerkennen. Fünfmal traten die sechs Teams gegeneinander an und fünfmal hießen die Sieger Matthijssen/Mollema. Das machte am Ende 20 Punkte.

Die Zweitplatzierten, Sven Holstein mit seinem Aushilfsbeifahrer Marco Sterenborg (beide NL), kamen auf 13 Punkte, auf Rang 3 folgten am Ende die Briten Mitch Godden/Paul Smith mit 12 Zählern. Vierte wurden die einzigen Deutschen im Feld, Markus Brandhofer und Beifahrer Tim Scheunemann, die acht Punkte einfuhren.

Das schmälerte aber keinesfalls die Leistungen der beiden Bayern. Im Gegenteil, denn gleich zum Auftakt der Seitenwagen-Konkurrenz lieferten Brandhofer/Scheunemann ein Rennen gegen Matthijssen/Mollema ab, das von der Spannung und Rasanz her sicherlich zum Besten in der Geschichte der Dreiräder gehört.

Die Deutschen führten drei Runden vor den Niederländern, aber die kamen immer näher und versuchten in jeder Runde vor allem in der Zielkurve innen durchzustoßen. Doch Brandhofer/Scheunemann wehrten auf der Außenbahn mit vollem Risiko Rad an Rad alle Überholversuche der Konkurrenz ab. Auf der Zielgeraden aber hatte Matthijssen etwas mehr Power in seinem Motor und entschied das tolle Duell im Zentimeterbereich auf dem Zielstrich für sich und seine Beifahrerin.

Als wäre die Luft etwas heraus, erwischten die Deutschen im nächsten Durchgang einen schwachen Start und fuhren nur ein Pünktchen ein und im folgenden Lauf wurden sie gar disqualifiziert. Was war passiert?

Matthijssen/Mollema rasten nach anfänglichen Kämpfen vorneweg, dahinter stritten die Bayern auf der Innenbahn mit den beiden außen fahrenden Briten um Platz 2. In der Zielkurve kamen Godden/Smith plötzlich zu Sturz. Da es dort gehörig gestaubt hatte, fehlte Schiedsrichter Michael Struffert wohl der Durchblick und er befragte beide Teams, wie sie den Vorfall gesehen hätten.

Markus Brandhofer bewies dann sportliche Größe und gab zu, das Gespann der Briten berührt zu haben. Damit wurden sie vom Wiederholungslauf ausgeschlossen.

Im letzten Gespannlauf gab es dann noch einen Sturz. Die beiden Dänen Mike und Dennis Frederiksen gerieten eingangs der letzten Runde in Kurve 1 zu weit nach außen, touchierten die Airfence und hoben böse ab. Beide mussten danach ärztlicherseits untersucht werden.

Ergebnis Gespanne: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema (NL), 20 Punkte. 2. Sven Holstein/Marco Sterenborg (NL), 13. 3. Mitch Godden/Paul Smith (GB), 12. 4. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann (D), 8. 5. Mike Frederiksen/Dennis Frederiksen (DK), 4. 6. Wilfred Detz/Wendy Arling (NL), 3.

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