Fans freuen sich: Paul Hurry fährt weiter Langbahn

Von Rudi Hagen
So wie hier in Lüdinghausen kennen die Fans Paul Hurry

So wie hier in Lüdinghausen kennen die Fans Paul Hurry

Paul Hurry gab vor ein paar Tagen das Ende seiner aktiven Karriere bekannt. Das gilt aber nur für Speedway, gab seine deutsche Managerin Evelyn Pröll bekannt. Gras- und Langbahnrennen wolle der Brite weiterhin fahren.

Ein großer Sportler hat seine aktive Speedway-Karriere für beendet erklärt. Paul Hurry aus Canterbury, mittlerweile 46 Jahre alt, ließ jetzt via Facebook wissen, dass es an der Zeit sei, einen Schlussstrich unter seine Speedway-Karriere zu ziehen. Es sei in diesem Bereich für ihn immer schwieriger geworden, Punkte sind zu erzielen, denn er habe nicht genug Trainingsmöglichkeiten um konkurrenzfähig zu bleiben. Da müsse man dem Team gegenüber ehrlich bleiben.

Aber es ist vor allem die Gesundheit, die den untadeligen Sportsmann Hurry zu seinem Abschied in diesem Bereich genötigt hat. Im Jahr 2010 stürzte der Brite im EM-Finale in La Réole in Südfrankreich und verletzte sich schwer. Er brach sich jeweils unterhalb des Knies beide Beine und renkte sich die Knie aus. Außerdem brach er sich zum wiederholten Mal den rechten Oberarm und erlitt auch in beiden Augen Verletzungen an der Muskulatur.

Hurry: «Nachdem ich in den letzten zehn Jahren zahlreiche Operationen an meinem rechten Arm hatte, die dazu führten, dass er jetzt drei Zoll kürzer ist, fällt es mir schwer, mich an die heutigen glatten und unberechenbaren Bikes und deren Reifen anzupassen, die wir beim Speedway fahren müssen.»

Paul Hurry gehörte von 1994 bis 2007 zu den stärksten englischen Bahnsportlern, seine größten Erfolge feierte er auf der Langbahn. In seiner stärksten Saison im Jahr 2005 wurde er Dritter der Langbahn-Weltmeisterschaft und holte sich im gleichen Jahr in Schwarme den Titel als Grasbahn-Europameister.

Nach seinem Comeback wurde Hurry 2019 hinter seinem jungen Landsmann Zach Wajknecht Vize-Europameister auf der Grasbahn in Bad Hersfeld und engagierte sich zudem als Team-Manager der britischen Langbahn-Nationalmannschaft. Seinen Startplatz für das in der Pandemie-Zeit kurzfristig einberaumte Grasbahn-EM-Finale 2020 in Tayac (F) gab der Brite zurück. Schon 2018 hatte Paul Hurry auf den ihm angebotenen Startplatz bei der Qualifikation zur Langbahn-WM verzichtet, um Talenten aus dem eigenen Verband den Weg frei zu machen.

In Zukunft will sich Hurry noch mehr seiner Familie widmen, aber auch dem Nachwuchs auf ihrem Weg in den Speedway- und Langbahnsport helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gras- und Langbahnrennen aber will Paul Hurry auch weiterhin fahren, das wird nicht nur die deutschen Veranstalter freuen.

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