IDM 2017: Industrieverband macht Pläne

Von Esther Babel
IDM
Wo geht es 2017 mit der IDM hin?

Wo geht es 2017 mit der IDM hin?

Wie es im Jahr 2017 mit der IDM weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen. Der Industrieverband Motorrad lotet jetzt aus, was geht. Pläne sollen dem DMSB vorgelegt werden.

Ende letzten Jahres war lange fraglich, in welcher Form und ob überhaupt die Durchführung der IDM Saison 2016 möglich sein würde. Der ADAC war überraschend ausgestiegen, um mit dem Northern Europe Cup NEC sein eigenes Ding zu machen und hatte den ADAC Junior Cup nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit gleich mitgenommen. Das Loch in der IDM-Kasse, man spricht von 100.000 Euro, klafft bis heute gewaltig und zwang IDM-Promoter MotorEvents einen rigiden Sparkurs in der eh nicht auf finanziellen Rosen gebetteten IDM auf.

Doch hinschmeissen wollten die MotorEvents-Geschäftsführer Josef Meier, Josef Hofmann und Bert Poensgen nicht und ziehen die IDM 2016 trotz allerlei Hürden tapfer durch. Doch ein weiteres Jahr unter den gegebenen Bedingungen ist für das Trio, das bisher jedes Jahr ein erkleckliches Sümmchen aus der eigenen Tasche drauf legen musste, schlicht nicht drin. Auch wenn der Rückhalt aus der Industrie eher größer als kleiner geworden aus.

«Auf Bestreben unserer Industriepartner», erklärt der IDM-Promoter, «wurde beim Industrieverband Motorrad eine Arbeitsgruppe gebildet, die nun ein Konzept erstellt, wie der Rennsport überlebensfähig wird. Daher sind wir jetzt nicht der richtige Ansprechpartner. Im Juli gibt es wohl noch eine DMSB Sitzung, bei der die Industrie ein entsprechendes Konzept vorlegen will.»

Angenehmer Nebeneffekt für MotorEvents – man ist aus der Schusslinie. Denn im letzten Jahr folgte nach dem Schulterschluss mit dem DMSB in Schleiz im Herbst eine angespannte Stimmung zum Verband, die bis heute anhält. «Der IVM ist unabhängig», erklären die MotorEvents-Geschäftsführer. «Sie können die IDM 2017 mit oder ohne uns machen. Aber es muss durchfinanziert sein, sonst ist für uns Schluss. Die Industrie hat die Power, auch finanziell.»

Die zumindest nach aussen getragene stoische Gelassenheit des IDM-Promoters und der Spaß am IDM-Job haben in den letzten Monaten merklich gelitten. An allen Ecken und Ende fehlt das Geld. MotorEvents steht ständig zwischen allen Fronten und bekommt die Prügel von allen Seiten ab. «Einen Umbau bei der IDM wird es geben», steht beim Promoter fest. «Das Reglement ist so, dass jeder damit klar kommt. Natürlich gibt es Klassen, die für die Industrie interessanter sind als andere. Sie müssen ja auch das Produkt Rennsport irgendwie verkaufen. Sie brauchen ein entsprechendes Feedback für ihr Geld.»

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