IDM-Funktionär: Nordschleife-Test mit BMW-Safety Car

Von Günther Wiesinger
IDM Superbike
Bevor ein 575-PS-Safety Car von BMW beim IDM-Lauf in Zolder eingesetzt werden kann, muss es seine Tauglichkeit auf der Nürburgring-Nordschleife beweisen. Nein, das ist kein Märchen.

Umsichtige und weitblickende Motorsport-Funktionäre werden überall gebraucht.

Und Gott sei Dank unterstützen sportinteressierte Firmen wie BMW gerne internationale Rennserien, zum Beispiel die MotoGP-WM, für die seit vielen Jahren die «Official Cars» geliefert werden, und jetzt dankenswerterweise auch die IDM, die ihre besten Tage allerdings hinter sich hat.

Wenn durch diese Kooperation ein wackerer Funktionär und ein sportliches 575-PS-Sportauto aufeinandertreffen, dann geht’s buchstäblich rund.

Schön der Reihe nach.

Die BMW M GmbH spendierte 2017 einen getunten M6 als Safety Car für die Internationale Deutsche Motorrad Meisterschaft (IDM), die nach turbulenten Jahren mit dem Industrie Verband Motorrad (IVM) in letzter Minute einen neuen Promoter gefunden hat. Dieses Fahrzeug wird von einem M TwinPower Turbo 8-Zylinder Benzinmotor angetrieben, der 575 PS leistet und in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet.

Dazu existiert in der IDM in diesem Jahr ein neuer sportlicher Ausrichter, der es vorher schon durch die Abwicklung des deutschen Triumph-Cups und der Triumph Challenge zu weltweiten Ruhm gebracht hat.

Matthias Schröter ist der Verantwortliche bei dieser Firma – und er ist mit Herz und Leidenschaft bei der Sache.

Deshalb war es Ehrensache für Herrn Schröter, auf dem Weg zum IDM-Event in Zolder (das ist schon das zweite Rennen in diesem Jahr!) auf dem Nürburgring Station zu machen, genauer gesagt auf der Nordschleife.

Dort gab er dann dem bayerischen Safety Car tüchtig die Sporen. Alles einzig zum Wohle der IDM und von BMW, kann ich mir vorstellen.

In der IDM-Gemeinde liefen dann bereits Wetten, ob das Fahrzeug überhaupt in fahrbereitem Zustand in Zolder eintreffen werde.

Warum wir das überhaupt erfahren haben?

Weil der ominöse Herr Schröter natürlich alles detailliert auf seinem privaten Facebook-Account dokumentiert hat.

Zusätzlich hat der gute Herr Schröter dem begeisterten IDM-Partner BMW mit ein paar kurzen technischen Erläuterungen sicher viel Freude bereitet.

«32 Liter/100 km», berichtete er über die ökonomischen Auswirkungen seiner Spritzfahrt, die offensichtlich kein Economy Run war.

Übrigens: BMW preist den M6 mit einem kombinierten Verbrauch von 9,9 Liter/100 km an.

Und dann geht's mit Herrn Schröters Erzählungen weiter, in etwas wirrem und krudem Deutsch samt Wortfindungsschwierigkeiten, wohl eine Nachwirkung des Nordschleifen-575-PS-Adrenalin-Abenteuers: «Der M6 macht Spaß. Hoffentlich meckert die Umwelt-Talibaline der Red. MRD jetzt nicht mit mir...»

Da wird sich Henning Putzke, schweigsamer Sprecher des neuen IDM-Promoters IVM und im Hauptberuf bei BMW Motorrad tätig, aber mächtig gefreut haben.

«Hoffentlich ist die Karre für solche Aktionen auf einer Rennstrecke überhaupt versichert», sorgte sich ein IDM-Insider.

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