Jan Bühn: Von der BMW auf Bolligers EWC-Kawasaki

Von Michael Sonnick und Esther Babel
IDM Superbike
Jan Bühn kann auch Kawasaki

Jan Bühn kann auch Kawasaki

Jan Bühn war als Ersatzfahrer für das ERC-Endurance-BMW-Team beim Bol d’Or dabei. Dann sprang er spontan für den verletzten Roman Stamm ein und schwenkte mal eben auf Kawasaki um. Mit Erfolg.

Am Wochenende ging Jan Bühn, sonst in der IDM Superbike für das Team von Robert Eby am Start, beim legendären Bol d’Or 24-Stunden-Rennen in Le Castellet/Frankreich an den Start und belegte mit seinen Teamkollegen vom Team Bolliger aus der Schweiz auf der Kawasaki ZX-10R den 15. Gesamtrang. Geplant war der Einsatz allerdings nicht.

Beim Auftakt zur Langstreckenweltmeisterschaft für die Saison 2019/2020 war der 28-jährige als Ersatzfahrer vom ERC-Endurance-BMW-Team vorgesehen. Nach dem Trainingssturz des Schweizers Roman Stamm fragte das Bolliger-Team beim ERC-Team an und Bühn bekam die Freigabe. Der IDM-Supersportmeister von 2015 aus dem badischen Kronau konnte dann am Samstagvormittag beim Warm-up erstmals die Kawasaki fahren und das Bolliger-Team belegte nach dem Warm-up den hervorragenden sechsten Platz von 56 Teams.

Das Bolliger-Team mit den Fahrern Sébastien Suchet aus der Schweiz und dem Niederländer Nigel Walraven sowie Jan Bühn ging am Samstag beim 83. Bol d’Or vom 15. Startplatz in das 24-Stunden-Rennen. Das Bolliger-Team hatte gleich zu Rennbeginn Pech, als bei Suchet in der Runde vor dem ersten Wechsel das Benzin ausging und sie dadurch auf den 37. Rang zurückfielen. Das Rennen wurde bereits in der zweiten Stunde wegen starker Regenfälle sowie starkem Wind unterbrochen und ging am Sonntagmorgen um 6 Uhr wieder weiter.

Das Bolliger-Team konnte sich dann Stunde um Stunde nach vorne schieben und Jan Bühn übergab die Kawasaki auf dem 17. Platz liegend an Sébastien Suchet zum letzten Fahrerwechsel. Der Schweizer machte noch zwei Plätze gut und kam nach 304 Runden auf dem 15. Rang ins Ziel. In der EWC-Wertung belegte das Bolliger-Team sogar die zehnte Position. Als Sieger überquerte das Suzuki Endurance Racing-Team nach 313 Runden die Ziellinie.

«Ich bin mit dem Wochenende zufrieden, als Ersatzfahrer vom ERC-BMW Team fuhr ich in beiden Trainings die drittschnellste Zeit in meiner Gruppe», berichtet Bühn, auf dem Weg von Südfrankreich zum IDM-Finale auf dem Hockenheimring. «Danach fragte mich das Bolliger-Team, ob ich für den verletzten Roman Stamm fahren kann. Vielen Dank nochmals an das ERC-Team für die Freigabe. Ich bin mit der Kawasaki gleich gut zurechtgekommen, die Kawasaki ist ein gutes Motorrad, auch das Handling ist gut. Am Sonntag kam ich zweimal zum Einsatz, meine Rundenzeiten waren gut, ich war schneller als Nigel Walraven und nur 0,5 Sekunden langsamer als Sébastien Suchet. Von den Rundenzeiten wäre eine Top Ten-Platzierung möglich gewesen.»

Jan Bühn ging schon 2016 und 2017 bei den Langstreckenrennen in der Stocksport-Klasse an den Start und belegte beim Heimrennen in Oschersleben 2016 den zweiten Platz. Beim 8-Stunden-Rennen auf dem Slovakia-Ring 2016 stand das BMW-Trio mit Jan Bühn, Julian Puffe (Schleiz) und dem Österreicher Stefan Kerschbaumer als Sieger ganz oben auf dem Podium. Mit dem BMW-NRT48-Team wurde Jan Bühn Gesamtvierter im FIM Endurance World Cup.

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