Acura DPi für IMSA mit erstem Test in Le Castellet

Von Martina Müller
IMSA
Der Acura ARX-05 DPi in Paul Ricard

Der Acura ARX-05 DPi in Paul Ricard

In der amerikanischen IMSA-Serie werden 2018 vier Hersteller einen DPi aufbieten. Neben Cadillac, Nissan und Mazda ist auch Acura mit von der Partie. Nun gab es einen ersten Blick auf das Fahrzeug.

Während der LMP1-Klasse in der Sportwagen-WM (FIA WEC) immer mehr die Hersteller weglaufen, ist in der amerikanischen IMSA-Serie ein gegenläufiger Trend festzustellen. Mitgrund dafür: Ein IMSA-Programm kostet nur einen Bruchteil dessen, was ein LMP1-Hybrid-Einsatz aufrufen lässt. Das hat damit zu tun, dass die große Prototypen-Klasse in Amerika letztendlich auf der LMP2-Kategorie basiert. Hier können sich Automobil-Hersteller eines der vier Standard-Chassis heraussuchen und ihren eigenen Motor einbauen bzw. auch die Optik des Fahrzeuges an jene der eigenen Serienmodelle ausrichten. So ein Gefährt nennt sich dann DPi (Daytona Prototype international).

Cadillac mit Dallara, Nissan mit Ligier und Mazda mit Riley/Multimatic haben bereist zur Saison 2017 einen DPi auf Kiel gelegt. Im kommenden Jahr wird Honda (oder besser gesagt dessen hauptsächlich im nordamerikanischen Markt auftretende Edelmarke Acura) ebenfalls einen DPi an den Start bringen. Dieser Wagen basiert auf dem Oreca 07 LMP2, dem ein HPD (Honda Performance Development) 3.5L-V6-Twinturbo-Motor eingepflanzt wurde. Dieses Aggregat basiert sogar auf einem Serientriebwerk.

Nun hat der 'Acura ARX-05' getaufte Wagen seine ersten Meter zurückgelegt. Schauplatz war der 'Circuit Paul Ricard' in Le Castellet/Südfrankreich. Auffällig ist ein auffallender Flügel im vorderen Bereich des Fahrzeuges. Dieser wird sicherlich das Downforce-Niveau auf der Vorderachse erhöhen und somit einem potentiellen Untersteuern entgegenwirken. Grundsätzlich werden die DPi jedoch vor dem ersten Renneinsatz über eine Balance of Performance (BoP) auf das Level der LMP2 eingestuft.

Nach dem Shakedown in Südfrankreich geht der Testträger dann in Richtung Nordamerika. Am 18. August findet während der Monterey Autowoche in Kalifornien die offizielle Präsentation statt. Danach werden weitere Testfahrten unternommen.

Verantwortlich für den Einsatz ist das Team von Roger Penske, welches in der Saison 2018 zwei Acura ARX-05 an den Start bringen wird. Erster Einsatz ist somit der IMSA-Saisonauftakt in Daytona Ende Januar. Zur Diskussion steht aktuell noch, ob das Team Penske in der laufenden IMSA-Saison einen Standard-Oreca-LMP2 bei einem der verbleibenden Rennen zum Einsatz bringen wird. So wurde bereits beim letzten großen Penske-Sportwagen-Programm verfahren, als der Porsche RS Spyder 2005 beim ALMS-Rennen in Laguna Seca antrat, obwohl erst 2006 ein volles Programm anstand.


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