24h Daytona: Weiterhin Doppelführung für Acura DPi

Von Oliver Müller
IMSA
Führt die 24h von Daytona an: Der Acura DPi vom Team Penske

Führt die 24h von Daytona an: Der Acura DPi vom Team Penske

Acura macht bei den 24 Stunden von Daytona die Pace an der Spitze des Feldes. Technische Probleme für die Mazda DPi. Cadillac befinden sich in Schlagdistanz. Weiterhin enges Rennen in der GTLM-Klasse.

Heldentaten, solide Taktiken, große Aufholjagden und natürlich auch Dramen. Die 57. Ausgabe der 24 Stunden von Daytona bietet so ziemlich alles, was von einem Langstrecken-Rennen erwartet werden kann. Nach circa neun Stunden im Rennen führen die beiden Acura DPi (erwartungsgemäß) das Feld an. Helio Castroneves liegt knapp vor seinem Markenkollegen Dane Cameron. Direkt dahinter befindet sich schon der Cadillac DPi, in welchem auch die beiden WEC-Stars Fernando Alonso und Kamui Kobayashi mit von der Partie sind. In der GTLM-Kategorie liegt derzeit Porsche vor den beiden Corvette.

In große Probleme schlitterten die beiden Mazda DPi während der langen Nacht von Daytona. Der Wagen von Jonathan Bomarito/Harry Tincknell/Olivier Pla musste mit einem Kraftstoffleck den Garagenbereich im Paddock für eine Notreparatur aufsuchen. Dabei ging ordentlich Zeit verloren. Dennoch ist das Fahrzeug noch nicht vollständig aus der Entscheidung. Denn durch einen Rundengewinn bei einer Safety-Car-Phase liegt das Trio nur noch einen Umlauf zurück. Schlimmer erwischte es den Schwesterwagen von Oliver Jarvis/Tristan Nunez/Timo Bernhard/René Rast. In aussichtsreicher Position fahrend gab es ein Feuer im Auspuffsystem (wieder einmal bedingt durch einen Turbo-Schaden). Dieses konnte der gerade am Steuer sitzende Timo Bernhard nicht löschen. Das Pole-Position-Auto wurde mittlerweile offiziell zurückgezogen.

Einen guten ersten Einsatz hatte Fernando Alonso. Der Spanier übernahm am Abend den Cadillac DPi von Wayne Taylor Racing auf Position sechs liegend und fuhr zwischenzeitlich bis an die Spitze nach vorne. «Mein Stint war ganz OK. Der Beginn eines 24-Stunden-Rennens ist immer etwas schwierig, da man jeweils zwei oder drei Stunden in Auto sitzt. Außerdem braucht man auch immer ein paar Minuten, um alles zu überblicken», erzählte der Spanier. Derzeit sitzt Renger van der Zande im Fahrzeug und macht von Position drei aus Jagd auf die beiden führenden Acura.

Direkt dahinter befindet sich der Cadillac von Felipe Nasr/Eric Curran/Pipo Derani ebenfalls noch in Schlagdistanz. Deren Action-Express-Teamkollegen Joao Barbosa/Filipe Albuquerque/Christian Fittipaldi) verloren einige Runden, wegen der Reparatur der Bremslichter. Sie werden den Vorjahressieg nicht wiederholen können.

In der GTLM-Klasse liegt Porsche mit dem Wagen von Nick Tandy in Front. Die beiden Corvette machen sich auf den Position zwei und drei breit. Im US-Team gab es einen bizarren Zwischenfall zu beobachten. Bei der Anfahrt in den Boxenslot blieb Oliver Gavin an der rechten vorderen Fahrzeugseite des gerade beim Service befindlichen Teamkollegen Jan Magnussen hängen. Das sorgte für einen Defekt an der Lenkung der Magnussen-Corvette. «Unglücklicherweise hatten wir ein Problem beim Boxenstopp, was uns einige Runden zurückwarf», spielte Magnussen die Situation herunter. Durch diverse Wave-Bys befindet sich das Fahrzeug aber wieder in der Führungsrunde und kommt somit weiterhin für den Klassensieg in Frage. Ebenfalls wieder im Geschäft ist der Porsche um Earl Bamber, der in der Startphase wegen des Austauschs des Splitters Zeit verloren hatte.

Stand nach neun Rennstunden

#6 Acura (Montoya/Cameron/Pagenaud)
#7 Acura (Taylor/Castroneves/Rossi)
#10 Cadillac (van der Zande/Taylor/Alonso/Kobayasi)
#31 Cadillac (Nasr/Curran/Derani)
#54 Nissan (Bennett/Braun/Dumas/Duval)

GTLM-Klasse
#911 Porsche (Pilet/Tandy/Makowiecki)
#4 Corvette (Gavin/Milner/Marcel Fässler)
#3 Corvette (Magnussen/Garcia/Rockenfeller)
#25 BMW (Farfus/de Phillippi/Eng/Herta)
#912 Porsche (Bamber/Vanthoor/Jaminet)

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