IMSA

Sébastien Bourdais wechselt 2020 Vollzeit in die IMSA

Von - 23.11.2019 06:23

Der viermalige Champ-Car-Meister und ehemalige F1-Pilot Sébastien Bourdais startet in der Saison 2020 wieder Vollzeit im Prototypen. Er pilotiert in der IMSA-Serie einen Cadillac DPi vom Team JDC-Miller MotorSports.

Sébastien Bourdais hat im Motorsport bereits seine Spuren hinterlassen. In den Jahren 2004, 2005, 2006 und 2007 gewann er viermal in Folge die Champ-Car-Meisterschaft. Danach wechselte er 2008/2009 sogar für 27 Rennen in die Formel 1 zu Toro Rosso. Ab 2011 gab er zudem in der amerikanischen IndyCar Gas. Dort konnte er immer wieder Akzente setzen, hatte jedoch aus diversen Gründen nie wirklich um den Titel mitfahren können. Somit erhielt er für die Saison 2020 kein Cockpit mehr in der amerikanischen Formel-Serie.

Doch das wird der Franzose verschmerzen können, denn er hat nun ein Programm in der IMSA-Serie bestätigt bekommen. Bourdais wird einen der beiden Cadillac DPi von JDC-Miller MotorSports fahren. «Nach zwei sehr schwierigen Wochen voller Unsicherheiten in Bezug auf meine Zukunft bin ich hocherfreut, wieder die Gelegenheit zu haben, einen Prototypen zu fahren», schaut Bourdais dem Einsatz entgegen.

Der JDC-Miller-Cadillac wird in den Farben der texanischen Energiefirma Mustang Sampling antreten. Dieses Sponsoring war bis zuletzt auf einem der beiden Cadillac DPi von Action Express Racing zu sehen. Für die kommende Saison ging der Deal nun jedoch zu JDC-Miller MotorSports über.

Auch Joao Barbosa, der bislang für Action Express Racing in der amerikanischen IMSA-Serie fuhr, wechselt zu JDC-Miller MotorSports und wird damit der Vollzeit-Wagenpartner von Bourdais. Bei den IMSA-Langstrecken-Rennen wird das Duo von Audi-Werksfahrer Loic Duval unterstützt. «Zunächst bin ich natürlich sehr glücklich, mit einem großartigen Team, einem tollen Auto und zwei schnellen bzw. erfahrenen Beifahrern nach Daytona zurückkehren zu können. Ich freue mich sehr auf die Herausforderung und auf meine ersten Runden in einem Cadillac», fügt Duval an, der auch viele Rennen im Audi LMP1 bestritten hat.

Sébastien Bourdais hatte parallel zu seiner Zeit im Formelsport auch immer die Nähe zu den Sportwagen gesucht. Dies mag vielleicht mit seinem Geburtsort Le Mans zu tun haben. Insgesamt 13 Mal nahm er schon am Langstrecken-Klassiker in seiner Heimatstadt teil. Tatsächlich besitzt er dort sogar noch eine Wohnung, wie er SPEEDWEEK.com einmal erzählte. Ansonsten lebt Bourdais in Sankt Petersburg/Florida – also an einem Ort, an dem andere Sportwagen-Größen auch gerne einmal Urlaub machen.

Zu seiner Sportwagen-Zeit gehörte Bourdais von 2007 bis 2011 auch dem Peugeot-LMP1-Programm an. Zwischen 2016 und 2019 fuhr er schließlich als jeweils dritter Pilot den Ford GT bei den IMSA-Langstrecken-Rennen und den 24 Stunden von Le Mans. 2016 konnte er gemeinsam mit Dirk Müller und Joey Hand sogar den GTE-Pro-Klassensieg in Le Mans feiern.

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© SPEEDWEEK.COM

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