Viele neue Rennwagen beim IMSA-Test in Daytona

Von Oliver Müller
IMSA
Der neue Ford GT ist eines der Highlights des Tests in Daytona

Der neue Ford GT ist eines der Highlights des Tests in Daytona

In Daytona finden gerade die offiziellen IMSA-Testfahren für die Saison 2016 statt. Mit dabei sind unter anderem Ford GT, Corvette C7.R, BMW M6 GTLM sowie die GT3-Renner von Lamborghini, BMW, Audi und Mercedes-AMG.

Der König ist tot, es lebe der König. Oder motorsportlich ausgedrückt: Kaum ist die alte Saison vorbei, steht auch schon die neue vor der Tür. So geschehen in der amerikanischen IMSA-Serie, wo gerade auf dem Daytona International Speedway die ersten offiziellen Testfahrten für die Saison 2016 laufen.

Dabei gibt es auch das erste Aufeinandertreffen der neuen GTLM-Raketen (oder GTE, wie sie in der FIA/ACO-Welt heissen) von BMW, Corvette und Ford.
Gerade um letztgenannten Hersteller wird aktuell noch ein grosses Geheimnis in Bezug auf die Piloten-Frage gemacht. Grundsätzlich waren Ryan Briscoe, Joey Hand, Olivier Pla, Dirk Müller, Marino Franchitti, Sébastien Bourdais und Richard Westbrook in Daytona im Team-Umfeld unterwegs oder fuhren einen der beiden Ford GT während des Tests. Wer die Wagen tatsächlich in der Saison 2016 pilotieren wird, soll an diesem Samstag offiziell verkündet werden. «Es ist aufregend hier zu sein und grossartig unsere neue Lackierung zeigen zu dürfen», erklärt Mike O’Gara Team-Manager von Ford Chip Ganassi Racing. «Wir sortieren noch immer das Fahrzeug aus und probieren einige potentielle Fahrer. Unser Hauptaugenmerk des Tests ist es Meilen auf das Fahrzeug zu bekommen, an der Haltbarkeit zu arbeiten sowie die Piloten an das Auto zu gewöhnen.»

Rivale Corvette Racing war mit einer 2016er-Version der C7.R vor Ort. Hauptunterschied zum 2015er-Modell ist der neu designte Überrollkäfig, der nötig ist, um die ab 2016 zwingend vorgeschriebene Sicherheitsluke im Dach einbauen zu können. Dazu kommt noch ein grösserer Splitter, ein neuer Diffusor und eine andere Positionierung des Heckflügels. Bereits gestern wurden Marcel Fässler und Mike Rockenfeller als dritte Piloten für die 24 Stunden von Daytona und die 12 Stunden von Sebring bestätigt. «Marcel war schon vorher bei uns gewesen und wir hatten grossartigen Erfolg zusammen und so bereitete es uns kein Kopfzerbrechen, ihn zurückzuholen. Als Mike verfügbar wurde, sind wir der Sache sofort nachgegangen. Ich habe mit Dr. Ullrich gesprochen, um die Erlaubnis dafür einzuholen und er war begeistert, uns, so wie in den vergangenen Jahren, zu helfen», beschreibt Doug Fehan, der Programm-Manager von Corvette Racing die Verpflichtung der beiden Superstars.
Während Jan Magnussen, Antonio Garcia, Tommy Milner und Oliver Gavin die Stammbesatzung der Corvette C7.R in der IMSA-Serie sein werden, wurden jetzt auch die beiden dritten Piloten für die 24 Stunden von Le Mans verkündet. Das werden die Taylor-Brüder Jordan und Ricky sein. Während Jordan in Le Mans schon seit einigen Jahren im Corvette-Werksteam fährt, ist Ricky die logische Ergänzug. Er fuhr bereits 2013 eine private Corvette an der Sarthe. Dazu kommt, dass beide zusammen im vergangenen Jahr einen Gastauftritt in der FIA WEC in Austin in einer C7.R absolvierten.

Ebenfalls beim Test aktiv war das BMW Team RLL mit einem M6 GTLM. «Wir hatten schon einen vielversprechenden Test in Sebring. Jetzt versuchen wir hier, verschiedene Dinge zu perfektionieren», meint Victor Leleu von BMW Nordamerika. Im Fahrzeug sassen Bill Auberlen, John Edwards, Lucas Luhr und DTM-Pilot Bruno Spengler.

Auch in der GT-Daytona-Klasse (wo ab sofort Fahrzeuge nach GT3-Bauart starten) gab es einige neue Rennwagen zu sehen, wie den Lamborghini Huracán GT3, den BMW M6 GT3, den Audi R8 LMS oder den Mercedes-AMG GT3. Dort ging es hauptsächlich darum, die Rennwagen an die in der Klasse vorgeschriebenen Continental-Reifen zu gewöhnen und den Regelhütern eine Basis für die BoP-Einstufung zu geben.

Über die vier Klassen (P, PC, GTLM, GTD) verteilt, nahmen 24 Fahrzeuge am Test teil. Eine offizielle Zeitnahme gab es nicht.

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