12h Bathurst: Wer fährt in der inoffiziellen GT3-WM?

Von Oliver Müller
Intercontinental GT Challenge
Gespickt mit den lokalen Stars Graig Lowndes, Jamie Whincup und Shane van Gisbergen: Der Mercedes-AMG GT3 vom Team Vodafone

Gespickt mit den lokalen Stars Graig Lowndes, Jamie Whincup und Shane van Gisbergen: Der Mercedes-AMG GT3 vom Team Vodafone

Mit den 12 Stunden von Bathurst startet die Intercontinental GT Challenge in die Saison 2019. Für das legendäre Rennen in Australien haben sieben Hersteller diese 20 Fahrzeuge für die weltweite Wertung genannt.

Die Intercontinental GT Challenge ist ein Konstrukt, welches sich SRO-Boss Stéphane Ratel vor einigen Jahren einmal ausgedacht hat. So werden die Ergebnisse von international bedeutenden Langstrecken-Rennen zusammengezählt und daraus eine Gesamtwertung erstellt. 2019 besteht die IGTC aus den 12h Bathurst, den 8h Laguna Seca, den 24h Spa-Francorchamps, den 10h Suzuka und den wiederbelebten 9h Kyalami. Hersteller müssen sich für die IGTC offiziellen einschreiben, um Punkte sammeln zu können. In diesem Jahr sind mit Audi, Bentley, BMW, Ferrari, Honda, Mercedes-AMG, Nissan und Porsche sogar acht Marken mit von der Partie. Durch dieses extrem starke Aufgebot wird die IGTC mittlerweile schon als eine inoffizielle GT3-Weltmeisterschaft angesehen.

Am Sonntag (3. Februar) steht mit den 12 Stunden von Bathurst nun der erste Lauf des Jahres an. Die involvierten Hersteller haben nun bekannt gegeben, welche ihrer startenden Fahrzeuge beim Klassiker 'downunder' punktberechtigt für die IGTC sind. Insgesamt dürfen pro Marke maximal vier GT3-Renner nominiert werden. Honda lässt Bathurst aus und wird erst beim nächsten Lauf in Laguna Seca (dann als Acura) mitmischen.

Angeführt wird das Aufgebot vom letztjährigen Meister Audi. Die Ingolstädter lassen vier R8 LMS in Australien antreten. Das Audi Sport Team Valvoline ist mit den drei Deutschen Christopher Mies, Christopher Haase und Markus Winkelhock sowie Kelvin van der Linde, Garth Tander und Frederic Vervisch extrem stark besetzt. Da wird Melbourne Performance Center mit Pete Storey, Gordon Shedden und Matthew Neal bzw. Marc Cini, Lee Holdsworth und Dean Fiore wohl nicht mithalten können.

Auch Mercedes-AMG setzt auf vier GT3. Das lokale Star-Aufgebot bilden Graig Lowndes, Jamie Whincup und Shane van Gisbergen im Mercedes-AMG Team Vodafone. Aber auch die europäische Fahrer-Fraktion hat einiges zu bieten. Vor allem die Wagen von Craft Bamboo/Black Falcon mit Maro Engel, Luca Stolz und Gary Paffett sowie GruppeM Racing mit Maxi Buhk, Raffaele Marciello und Maxi Götz sing siegverdächtig. Abgerundet wird die Stern-Truppe von SunEnergy1 Racing mit Kenny Habul, Dominik Baumann und Thomas Jäger.

Als Speerspitze von Porsche tritt Earl Bamber Motorsport in Bathurst an. Der aktuelle Werksfahrer Bamber bleibt am Wochenende hinter dem Kommandostand und vertraut die beiden 911 GT3 R seinen Porsche-Kollegen Romain Dumas, Sven Müller und Mathieu Jaminet bzw. Dirk Werner, Dennis Olsen und Matt Campbell an. Black Swan Racing startet mit Tim Pappas, Jeroen Bleekemolen und Marc Lieb. Competition Motorsport vertraut auf David Calvert-Jones, Kevin Estre und Jaxon Evans.

Mit nur zwei M6 GT3 geht BMW an den Start. Diese werden von Walkenhorst Motorsport (Christian Krognes, Nicky Catsburg, Mikkel Jensen) und dem Team Schnitzer (Augusto Farfus, Chaz Mostert, Martin Tomczyk) betreut. Die beiden Nissan GT-R NISMO GT3 setzt das aus Hongkong kommende Team KCMG bei allen Rennen der IGTC 2019 ein.

Einen Werkseinsatz mit zwei Continental GT3 stemmt das britische Bentley Team M-Sport. Durch die Fahrerpaarungen Steven Kane, Jules Gounon und Jordan Pepper sowie Andy Soucek, Maxime Soulet und Vincent Abril zählt auch die Edelmarke zu den Favoriten auf den Sieg. Abgerundet wird das Feld von zwei Ferrari 488 GT3, die von HubAuto Corsa und Spirit Of Race (hinter dem wie üblich AF Corse steckt) betreut werden. Hier gibt es das vollständige IGTC-Feld von Bathurst zum Nachlesen.

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