IRRC Superbike Schleiz: Die Chance für Didier Grams?

Von Andreas Gemeinhardt
IRRC
Der Belgier Sébastien Le Grelle konnte sich in der IRRC-Superbike-Gesamtwertung bereits ein wenig absetzen, doch auch Didier Grams (D) und Marek Cerveny (CZ) wollen am Schleizer Dreieck angreifen.

Die International Road Racing Championship startet vom 18. bis 20. August auf dem Schleizer Dreieck in die zweite Hälfte der Saison 2017. Wie in der Supersport-Klasse wurden auch in der IRRC Superbike die Karten neu gemischt. Der Belgier Vincent Lonbois, der sich im vergangenen Jahr souverän den Titel sicherte, verließ die IRRC in Richtung IDM und damit wird es einen neuen IRRC-Superbike-Champion geben.

Klarer Titelfavorit ist Lonbois‘ Landsmann und Herpigny-BMW-Teamkollege Sébastien Le Grelle, der mit 136 Punkten im Gepäck zum vierten IRRC-Saisonevent nach Schleiz reist. Der ehemalige Grand-Prix- und Endurance-WM-Pilot gewann bisher fünf von sechs Meisterschaftsläufen. Lediglich ein Fehlstart im ersten Rennen von Imatra und die damit verbundene Zeitstrafe kosteten dem inzwischen 43-jährigen Belgier die Optimalpunktzahl.

Als der aussichtsreichste deutsche Fahrer in der IRRC Superbike gilt Didier Grams, der aktuell mit 102 Punkten den zweiten Gesamtrang belegt. Mit vier IRRC-Gesamtsiegen (2010, 2011, 2013 und 2014) und einem zweiten Rang (2012), dem Titelgewinn im ehemaligen Drei-Nationen-Cup (2009), sowie respektablen Ergebnissen beim Macau Grand Prix und diversen Straßen-Sportevents wie dem North West 200 ist der 34-jährige Sachse der erfolgreichste deutsche Roadracing-Pilot der letzten Jahre.

«Le Grelle war bisher nicht zu schlagen, das muss ich auf meinen persönlichen Lieblingsstrecken schaffen, in Frohburg, in Horice und vielleicht auch auf dem Schleizer Dreieck», erklärte Grams. «Das letzte Mal fuhr die IRRC in der Saison 2012 dort und für mich lief es damals ausgezeichnet. Hoffentlich geht es 2017 ebenfalls gut. Das gesamte G&G-Team freut sich drauf, wenn in Schleiz zahlreiche Fans und Sponsoren vorbeischauen. Wir laden alle herzlich in das Fahrerlager und zu den Rennen ein.»

Von den weiteren deutschsprachigen Teilnehmern konnte sich in der ersten Saisonhälfte Lukas Maurer am besten in Szene setzen. Der Schweizer kassierte bisher 55 Zähler, die ihm den starken sechsten Gesamtrang bescherten. David Datzer als Gesamt-Neunter und Timo Schönhals, der den 14. Tabellenplatz belegt, konnten die in sie gesetzten Erwartungen ebenfalls erfüllen.

Marek Cerveny (101 Punkte) feierte 2015 sowie 2016 den Titelgewinn in der Supersport-Klasse und wechselte daraufhin in die IRRC Superbike. Der Aufstieg bereitete dem tschechischen BMW-Piloten erwartungsgemäß keine Probleme, er eroberte sich in dieser Saison fünf Podiumsplätze sowie einen vierten Rang und liegt im Gesamtklassement nur einen Zähler hinter Grams.

Der zweifache IRRC-Vizemeister Johan Fredriks (Niederlande), Erno Kostamo (Finnland), Petr Biciste (Tschechien), Kamil Holan (Tschechien) und Juha Kallio (Finnland) zählen zum erweiterten Favoritenkreis. Schmerzlich vermisst wird Jochem van den Hoek aus den Niederlanden, der bei einem tragischen Rennunfall zur Tourist Trophy auf der Isle of Man sein Leben verlor.

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