Motocross: Trauer nach tödlichem Unfall

Nordschleife: Keine Touristenfahrten für Motorräder

Von Rolf Lüthi
2025 werden Motorradfahrer die legendäre Nürburgring Nordschleife nurmehr im Rahmen von vier geführten Trainings befahren können. Die Touristenfahrten bleiben Autos vorbehalten.

Die Nürburgring Nordschleife gilt als schwierigste permanente Rennstrecke der Welt. Eine Rennstrecke im modernen Sinn ist die Nordschleife nicht, es fehlen Sturzräume, und Leitplanken stehen an vielen Stellen unmittelbar neben der Strecke. Es ist eher eine 20,8 km lange Landstrasse mit Einbahnverkehr und ohne Tempolimit durch den Eifelwald, mit 73 Kurven, Gefällen, Steigungen und Kuppen.

Bei den so genannten Touristenfahrten auf der Nürburgring Nordschleife befuhren strassenzugelassene Autos und Motorräder gemeinsam die auch «Grüne Hölle» genannte Strecke. Das war wegen der unterschiedlichen Fahrdynamik und Linienwahl nicht ungefährlich.

Touristenfahrten für Autos wird es weiterhin geben, doch für Motorradfahrer wird das Angebot stark eingeschränkt. 2025 sind vier ganztägige, geführte Trainings ausschliesslich für Motorräder geplant, weitere Möglichkeiten, mit dem Motorrad die Nordschleife zu befahren, wird es nicht geben. Die Daten: Motorrad Action Team 30./31. Juli, ADAC Doc Scholl 13./14. August. An diesen Trainings werden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt mit ähnlichem Fahrkönnen.

Touristenfahrten oder eben freie Trainings für Motorradfahrer wird es nur noch auf der 5,1 km langen Grand Prix Strecke geben. An diesen Trainings werden nur Motorräder auf die Strecke gelassen. 38 Termine für freie Trainings sind für die Saison 2025 geplant, zusätzlich bieten Speer Racing und Ducati4U Trackdays und Fahrtrainings auf dieser Strecke statt, die dem Sicherheitsstandard einer modernen Rennstrecke entspricht.

Ihr SPEEDWEEK-Autor, der sich erlaubte, im Rahmen von Touristenfahrten mit dem Motorrad genussvoll Benzin abzufackeln, erinnert sich selbstverständlich an nicht ganz ungefährliche Geschehnisse im Zusammenhang mit Überholvorgängen von halbschnellen und langsamen Autos. Die ganz schnellen Autofahrer sind ja nie ein Problem, die wissen, was sie machen und die sind auch mit der unterschiedlichen Linienwahl von Autos und Motorrädern vertraut.

So verdrücke ich ein Tränchen ob dem Verlust dieses Anachronismus in dieser vernünftig durchstrukturierten Welt, kann aber die Entscheidung von Nürburgring-Geschäftsführer Ingo Böder nachvollziehen.

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Schon gesehen?

Siehe auch

Helmut Marko: Strafe hat Verstappen den Sieg gekostet

Von Dr. Helmut Marko
​Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko spricht in seiner SPEEDWEEK.com-Kolumne über die Strafe von Max Verstappen im Saudi-Arabien-GP und über den spannenden WM-Kampf gegen McLaren.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mi. 30.04., 05:10, ORF Sport+
    Rallye: Lavanttal Rallye
  • Mi. 30.04., 06:00, Motorvision TV
    Superbike: Australian Championship
  • Mi. 30.04., 11:00, Motorvision TV
    Nordschleife - Touristen in der "Grünen Hölle"
  • Mi. 30.04., 11:30, Motorvision TV
    On Tour
  • Mi. 30.04., 12:50, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Mi. 30.04., 14:00, Eurosport
    Motorradsport: 24-Stunden-Rennen von Le Mans
  • Mi. 30.04., 16:35, Motorvision TV
    FastZone 2024
  • Mi. 30.04., 17:05, Motorvision TV
    Bike World
  • Mi. 30.04., 17:30, Motorvision TV
    Gearing Up
  • Mi. 30.04., 18:00, Motorvision TV
    4x4 - Das Allrad-Magazin
» zum TV-Programm
6.89 24030830 C3004054512 | 4