Jürgen Lingg über Cortese: «Unvergessliche Erfolge»

Von Oliver Feldtweg
Moto2
Jürgen Lingg (stehend) mit Sandro Cortese

Jürgen Lingg (stehend) mit Sandro Cortese

Dynavolt Intact-GP-Teammanager Jürgen Lingg hat schon 2011 mit Sandro Cortese zwei 125-ccm-GP-Siege gefeiert. Nach den vielen Jahren fällt ihm die Trennung nicht leicht.

«Für mich ist das persönlich keine einfache Situation, da wir menschlich sehr eng verbunden sind und privat ein sehr gutes Verhältnis haben», erklärte Jürgen Lingg. «Dazu weiß ich auch, dass Sandro über alle Eigenschaften verfügt, die ein guter Rennfahrer braucht. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es nach einer so langen gemeinsamen Zeit unumgänglich für uns alle ist, sportlich getrennte Wege zu gehen. Wir alle werden dadurch mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Durch einen Teamwechsel und vielleicht sogar einem Klassenwechsel wird Sandro neue Erfahrungen und andere Arbeitsweisen kennenlernen können und sich weiter steigern.»

Lingg weiter: «Unvergesslich bleibt für mich Sandros erster GP-Sieg in Brünn 2011 und die Feier danach, als ein Teil unserer Mannschaft und ich selber schon für Sandro tätig gewesen sind. Natürlich dürfen wir Sandros überragenden Moto3-WM-Titelgewinn 2012 im Red Bull KTM Team von Aki Ajo nicht vergessen. Ich werde auch nach 2017 den Kontakt mit Sandro halten. Ich wünsche ihm alles Gute!»

Teamteilhaber Stefan Keckeisen, Besitzer von Keckeisen Akkumulatoren: «Wir hatten in den letzten fünf Jahren eine sehr schöne gemeinsame Zeit, die uns alle sehr geprägt hat. Diesen Schritt zu vollziehen, ist für uns nicht einfach, da Sandro ein wichtiger Teil unserer Intact GP-Familie ist. Er wird uns als Teamteilhaber und Freund auch in Zukunft voll erhalten bleiben Darüber bin ich persönlich sehr froh. Gemeinsam haben wir entschieden, dass ein Tapetenwechsel für ihn und unser Team die richtige Entscheidung ist. Ich freue mich nun auf die zweite Saisonhälfte und bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam den Aufwärtstrend aus dem letzten Rennen bestätigen können.»

«Für mich ist es schwer, einen guten Freund innerhalb des Teams zu verlieren», versicherte Wolfgang Kuhn, Teamteilhaber und Inhaber der Kuhn Bau AG, der Sandro schon im Alter von 6 Jahren unterstützte. «Ich denke aber, dass Sandro eine Veränderung in seiner Entwicklung gut tut und er mit seinem Talent noch viele Erfolge feiern wird, egal in welcher Meisterschaft er fährt. Schön ist es, dass wir auch in Zukunft eine gemeinsame Zusammenarbeit planen und auf die enorme Erfahrung von Sandro zurückgreifen dürfen.»

Cortese war in seiner fünften Moto2-WM-Saison als WM-21. zum Sachsenring-GP gekommen, schon damals zeichnete sich die Trennung ab. Beim Heim-GP fuhr der Schwabe aus der ersten Reihe und kassierte dann acht Punkte für den achten Rang. In der WM liegt er jetzt mt 18 Punkten aus neun Rennen auf dem 18. Rang, ähnlich wie ind er Sommerpause 2015 und 2016. Damals hatte sich Cortese den WM-Titel als Ziel gesetzt.

Das Dynavolt Intact GP-Team fährt mit Marcel Schrötter (er ist WM-10.) weiter. Der WM-Neunte Domi Aegerter gilt als Anwärter auf den zweiten Platz im Team.

«Die Superbike-WM würde mich reizen», kündigte Cortese Ende Juni an. «Aber ich schliesse auch einen Umstieg in die Supersport-WM nicht aus.»

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