Hafizh Syahrin: Als erster Malaysier in die MotoGP?

Von Günther Wiesinger
Moto2
Norrodin, Syahrin und Sasaki

Norrodin, Syahrin und Sasaki

Von Sharol Yuzy über Fahmi Khairuddin bis zu Adam Norrodin hat Malaysia in den letzten 15 Jahren immer wieder starke GP-Fahrer hervor gebracht. Hafizh Syahrin soll jetzt für die MotoGP-WM 2019 aufgebaut werden.

Die Erfolge der malaysischen GP-Fahrer und die systematische Aufbauarbeit von Sepang-Rennstreckenchef Razlan Razali und Firmen wie Petronas, Honda Asia und Shell haben vor zwei Wochen beim Malaysia-Gp für ein volles Haus gesorgt. 97.457 Zuschauer am Sonntag, 166.486 Besucher an drei Tagen.

Nächstes Jahr wird das neue SIC Petronas Sprinta Team in der Moto3-WM mit dem Malaysier Adam Norrodin (er stürzte beim Heim-GP auf Rang 4 und wurde noch Elfter) und dem Japaner Ayumu Sasaki antreten, in der Moto2-WM kommt der aktuelle WM-Elfte Hafizh Syahrin zum Einsatz.

Der Petronas-Marketing Vice President hört auf den klingenden Namen Datuk Seri Syed Zainal Abidin Syed Mohamed Tahir. Er hat mit dem Sepang International Circuit (SIC) eine Vereinbarung für drei Jahre geschlossen, das Team wird vom Schweden Johan Stigefelt gemanagt.

«Unser Vertrag mit SIC läuft bis zum Ende der Saison 2020», schilderte Datuk Seri. «Wir wollen mit dieser Partnerschaft den Ruf unserer Marke verbessern und populärer machen. Hafizh war in diesem Jahr schon zweimal auf dem Moto2-Podest. Wir hoffen, dass er diesen Schwung in die Saison 2018 mitnimmt.»

SIC-Chief Executive Officer Razlan Razali traut Syahrin 2018 einen fünften Gesamtrang zu. Aber damit wird er sich nicht zufrieden geben.

«Unser vorrangiges Ziel ist es, Hafizh auf eine Teilnahme in der MotoGP-WM vorzubereiten», erklärte Razali gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wenn er 2018 in die Top-Five fahren kann, sehen seine Chancen für einen Aufstieg in die MotoGP-WM 2019 rosig aus.»

Bisher hat noch nie ein Malaysier an der GP-Königsklasse teilgenommen.

Und Syahrin, seit 2014 Stammfahrer in der Moto2 im Team Petronas Raceline Malaysia, fühlt sich nicht unter Dreck gesetzt. «Ich bin dem Raceline-Team dank für den bisherigen Support. Aber ich spürte, ich brauche eine neue Herausforderung, um meine Fähigkeiten zu testen. Top-5, das ist ein vernünftiges Ziel, wenn man meine Ergebnisse aus den letzten Jahren als Grundlage nimmt. Ich werde unermüdlich daran arbeiten, damit ich dieses Ziel verwirklichen kann.»

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