Baumgärtel (Kalex): «Wer stürzt, hat schon verloren»

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Nach den ersten sechs Moto2-Saisonrennen 2018 zeichnet sich ein Kampf von Kalex und KTM um den Titel an. Alex Baumgärtel von Kalex sprach mit SPEEDWEEK.com über den Titelkampf, eine Überraschung und Marc VDS.

Kalex-Pilot Francesco Bagnaia gewann 2018 bereits drei Moto2-Rennen und liegt somit 13 Punkte vor KTM-Ass Miguel Oliveria, der in Mugello seinen ersten Saisonsieg feierte. Mit 27 und 33 Punkten Rückstand folgen auf den WM-Rängen 3 und 4 zwei weitere Kalex-Piloten, die als Titelanwärter gelten. Sie leisteten sich im Gegensatz zu Bagnaia und Oliveira jedoch schon einen Nuller.

Alex Baumgärtel vom deutschen Chassis-Hersteller Kalex analysiert: «Es ist sieht im Moment so aus, wie ich es mir vor Saisonbeginn gewünscht habe. Erwartungen kann man immer nur schwer setzen, aber wir haben im Winter fleißig gearbeitet und sind gut vorbereitet aufgelaufen. Nun haben wir gehört, dass KTM in Barcelona ein neues Chassis getestet hat. Jetzt sind wir wieder am Zug. In den ersten fünf Rennen hätte ich aber mit mehr Stärke von Oliveira gerechnet. Eine sehr positive Überraschung waren die Leistungen von Iker Lecuona, wie Platz 5 in Austin. Aber ich wusste schon, dass der Kleine Talent hat. Im letzten Jahr war er leider verletzt und hatte seine Probleme. Nun scheint er wieder in ähnliches Fahrwasser zu kommen, denn er stürzte zuletzt wieder mehr. Das raubt ihm natürlich Selbstvertrauen.»

Wer wird den Titelkampf für sich entscheiden? «Der Fahrer, der die wenigsten Nuller fabriziert. Im Moment haben Bagnaia und Oliveira noch keinen. Die anderen haben schon gepatzt. Beständigkeit ist der Schlüssel. Oliveira stand vor Mugello nicht immer auf dem Podest, aber er leistete sich keinen Fehler und ist deshalb WM-Zweiter. Wer nochmal hinfällt, hat schon verloren», meint Baumgärtel.

Der Trubel um das erfolgreiche Marc VDS-Team beschäftigt auch Baumgärtel. «Wir müssen nun auch abwarten, was aus der Geschichte um Marc VDS wird, da halte ich mich aber im Hintergrund. Ich habe bei allen Teams zu 99,9 Prozent mit den Technikern zu tun. Aus dieser Sicht wäre es sehr, sehr schade um dieses Team, denn sie waren stets mit sehr guten Mechanikern und Technikern dabei. Es wäre sehr schade für uns, diese fähige Technik-Crew, die viel Spaß bringt und eine offene Kommunikation pflegt, zu verlieren.»

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