Reifen-Diskussion: Die Aufklärung durch Dunlop

Von Günther Wiesinger
Moto2
Clinton Howe von Dunlop

Clinton Howe von Dunlop

Die meisten Moto2-Fahrer hätten beim Valencia-Test gerne mehr Hinterreifen gehabt. Aber Dunlop konnte nicht helfen.

Etliche Moto2-Piloten beklagten sich beim IRTA-Test in Valencia über die unzureichende Anzahl von brauchbaren Dunlop-Hinterreifen. Clinton Howe, bei Dunlop Motorsport als Lieferant der Einheitsreifen für die Klassen Moto2 und Moto3 zuständig, hatte für die Kritik der Teams kein Verständnis.

«Für diesen Test wurden jedem Fahrer fünf Vorderreifen und sieben Hinterreifen zugeteilt», hielt der Engländer fest. «Die meisten Fahrer haben an den ersten Tagen den Dual-Compound des Typs 3838 bevorzugt. Nach der Neuasphaltierung im Vorjahr war der Typ 3001 in Valencia 2012 unser Moto2-Rennreifen. Vorher hat hier der Typ W919 sehr gut funktioniert. Wir haben einfach jene Hinterreifen zum Test gebracht, den die Teams auch bei den Probefahrten nach dem Valencia-GP 2012 vor drei Monaten bevorzugt haben. Dieser Hinterreifen hat hier 35 Runden gehalten. Dass jetzt plötzlich viele Fahrer den 3838 lieber wollten, konnten wir beim besten Willen nicht vorhersehen. Diese Mischung hält ausserdem im Schnitt nur 22 Runden.

Terrell Thien, Teammanager bei Interwetten-Paddock: «Dunlop hätte uns informieren müssen, dass man auch Reifen verwenden darf, die die Teams selbst mitgebracht haben. Einige Teams hatten von den Wintertests die Trucks voller Reifen und waren deshalb klar im Vorteil.»

Wenn ein Team bei einem offiziellen IRTA-Test mehr Reifen als die  übliche Allocation (fünf für vorne, sieben für hinten) verwenden will, können diese Pneus zusätzlich gekauft werden. Ein Vorderreifen kostet € 143.–, ein Hinterreifen 192.–

Howe: «Da die Nachfrage nach dem Dual-Compound in der Vergangenheit gering war, haben wir auch keine zusätzlichen Reifen dieses Typs mitgenommen. Und wir können nicht während eines Tests die Allocation, also die Zuteilung, ändern.»

Es gibt nämlich trotz Zollfreizone EU noch ein Zollproblem. «Deshalb haben wir unsere Einheitsreifen-Vereinbarung mit Dorna, IRTA und den Teams als ‹Sporting Service Agreement› bezeichnet», erklärte Howe. «Dorna, IRTA und die Teams leihen die Reifen bei uns aus, nach der Benützung werden sie wieder zurück nach England gebracht. Also fallen keine Zollgebühren an.»

Jedes Team bezahlt pro Fahrer und Saison 56.000 Euro für die Reifen. Dieser Deal umfasst dann die Reifenlieferungen für die drei IRTA-Tests und sämtliche GP-Trainings und Rennen. Pro GP-Weekend erhält jeder Moto2-Fahrer zwölf Slicks – fünf Vorder- und sieben Hinterreifen. In der Moto3 fällt das Kontingent noch bescheidener aus: vier Reifen für vorne, sechs für hinten.

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