Sam Lowes: «Jetzt kann die echte Testarbeit beginnen»

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Supersport-Weltmeister Sam Lowes kommt mit hohen Zielen in die Moto2-WM. Speed Up testet mit dem Briten diese Woche schon zum zweiten Mal in Jerez.

Das Speed-Up-Team von Ex-GP-Pilot Luca Boscoscuro tritt 2014 mit zwei Moto2-Rookies an. Deshalb reisen die Italiener seit Saisonende mit Sam Lowes und Alessandro Nocco in Spanien von Test zu Test, um dem Duo viel Fahrpraxis zu ermöglichen. Nach dem Testauftakt in Jerez ging es für einen Tag nach Valencia, gestern Montag ist Speed Up nun für den abschliessenden Dreitagetest nochmals in Jerez.

«Das letzte Mal in Jerez sind wir noch vor allem mit dem 2013er Motorrad gefahren», erklärte Boscoscuro. «Beim Test vor zwei Wochen haben wir wenige Runden auf dem modifizierten Modell gemacht. Aber nun bevorzugen die Fahrer das neue Motorrad, wir fahren nun damit. Wir waren ein bisschen schneller als letztes Mal. Es geht aber vor allem darum, dass die Piloten zum Fahren kommen, denn sie haben keine Erfahrung in der Moto2. Es ist wichtig für sie zu verstehen, was mit dem Motorrad passiert, wenn wir den Winkel an der Front ändern, oder an der Position der Schwinge etwas anders machen. Denn in der Supersport- und Superstock-Klasse gibt es das nicht, dort kannst du nur die Dämpfungen ein bisschen rauf und runter verstellen. Hier ist viel mehr möglich.»

Während der erst 16-jährige Nocco als Vizemeister aus der Superstock-600-EM kommt, konnte Speed Up mit Lowes den aktuellen Supersport-Weltmeister verpflichten. Der Brite fuhr bereits beim Moto2-Debüt in Jerez ansprechende Rundenzeiten, danach sprach er bereits von möglichen Podestplätzen. Beim zweiten Jerez-Test fühlt er sich auf seinem neuen Arbeitsgerät bereits fast wie zuhause.

Lowes: «Wir haben hier ziemlich viele neue Teile zum ausprobieren dabei. Jetzt ist mein Niveau genügend hoch, um Aussagen machen zu können. Vorher musste ich zuerst alles kennenlernen. Jetzt können wir mit der echten Arbeit beginnen, jetzt können wir die neuen Teile richtig beurteilen. Das ist schön!»

Am Mittwoch wird Lowes in knapp zwei Wochen sechs Testtage absolviert haben. Schleicht sich nun die Müdigkeit ein? «Das viele Testen macht mir nichts aus, ich fühle mich gut. Körperlich macht es mir nichts aus, es ist mehr der Kopf, der sich anstrengen muss, weil ich alles verstehen muss. Aber für mich ist es gut, vor dem Testverbot im Dezember noch einige Testtage zu bekommen. Das zeigt, wie gut dieses Team ist, diese vielen Testtage sind sehr positiv. Ich bin sehr glücklich und stolz, hier dabei zu sein.»

Die Arbeit für sein Grand-Prix-Debüt geht im Winter ohne Motorrad weiter. «Ich werde mein Training umstellen müssen. Das werde ich zuhause im Winter machen, denn dieses Motorrad ist deutlich kleiner. Aber es war unmöglich, mich in nur einem Monat darauf vorzubereiten, denn die Supersport-Saison endete erst Ende Oktober. Jetzt ging es einfach darum, zu verstehen was ich in der nächsten Saison brauchen werde. Im Februar werde ich anders aussehen, wenn ich wieder zum Testen komme!», verspricht Lowes.

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