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Johann Zarco: «Rins könnte schwer zu schlagen sein»
Vor dem Jerez-GP führt Johann Zarco aus dem Ajo-Team die Moto2-WM mit vier Punkten Vorsprung auf Rookie Alex Rins an. «Wir wussten seit den Vorsaison-Tests, dass der Titel möglich ist.»
Moto2
Im Artikel erwähnt

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Mit 2,7 sec Vorsprung auf Alex Rins sicherte sich Johann Zarco seinen ersten Moto2-Sieg vor Rookie Alex Rins und Speed Up-Pilot Sam Lowes in Argentinien. Es ist der zweite Grand Prix-Sieg für Zarco nach Japan 2011 in der 125-ccm-Klasse und der erste für das neue Moto2-Team von Aki Ajo.
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Nun führt der 24-jährige aus Cannes, der Stadt des weltberühmten Filmfestivals an der Côte d’Azur, die Gesamtwertung mit vier Zählern Vorsprung an. Im Interview mit "motogp.com" sprach er über seinen Sieg, seine Gegner und den Jerez-GP. Johann, welchen Effekt hatte dein erster Moto2-Sieg auf dich? Es hat sehr viel Spaß gemacht. Der Sieg war noch besser, da ich nun die Weltmeisterschaft anführe und 25 Punkte sammelte. Schon in Katar war ich dem Sieg nah. In Austin musste ich Rang 2 sichern, weil Sam Lowes großartig fuhr. Doch auch dort arbeitete ich sehr gut mit dem Team. Sie wussten, dass ich siegen werde, wenn ich mich mit dem Bike wohler fühle. Genau das passierte in Argentinien. Bei den nächsten Grands Prix werden wir versuchen, weitere Siege zu holen.
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Du hast in Argentinien ein ziemlich perfektes Rennen gezeigt, früh eine Lücke herausgefahren und sie bis zum Ende behauptet. War das dein Plan?
Ja, das war die Strategie, die ich austüftelte, als ich hinter Xavier Simeon lag, der das Rennen in den ersten beiden Runden anführte. Ich sah, dass ich schneller war als er. Als ich ihn überholte, spielte ich diesen Vorteil aus und eröffnete die Lücke. Es gab aber auch eine schwierige Phase in diesem Rennen, als der Vorsprung bei 1,5 sec lag. Ich hatte Angst, dass ich einen Fehler mache. Doch drei oder vier Runden vor Schluss musste auch der Fahrer hinter mir aufhören zu pushen, denn auch er slidete viel. So konnte ich einen Vorsprung von drei Sekunden erreichen.
Du führst zum ersten Mal die Moto2-Weltmeisterschaft an. Was erwartest du nun? Das ist eine gute Sache. Das Ziel ist in diesem Jahr der Titel. Wir wussten seit den Vorsaison-Tests, dass das möglich ist, wenn wir meine Erfahrung und die des Teams nutzen. Diese Position ist sehr gut für mich, aber sie ändert meine Herangehensweise an die nächsten Grands Prix nicht. Wenn ich Zweiter, Dritter oder sogar Achter wie in Katar werde, bekomme ich keine Panik. Ich werde in jedem Rennen mein Bestes geben.
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Was hat sich für dich in dieser Saison verändert, damit wir dich nun konstant um Siege kämpfen sehen? Die Erfahrung. Seit 2009 ist es die Erfahrung, die es mir erlaubt, mich beim Training und bei der Methode, wie ich mein Verhalten auf der Strecke analysiere, zu verbessern. Zwischen 2014 und 2015 habe ich einen weiteren Schritt gemacht, auch Dank der Maschine. So ist es einfacher, sich auf das Fahren zu konzentrieren. Ich bin weniger gestresst auf dem Bike, kann besser auf die Tipps meines Riding Coach Laurent eingehen oder auf das Team, wenn sie das Set-up verändern. Ich bin nun offener, um die Änderungen zu akzeptieren, sie zu versuchen und meine Meinung zu sagen. Das gibt mir mehr Kontrolle und macht mich entspannter. Welche Piloten werden in dieser Saison deine stärksten Gegner sein? Man sollte Rabat nie unterschätzen, denn jeder hat die Pace gesehen, die er im letzten Jahr hatte. Die Überraschungen sind Alex Rins und Sam Lowes, während Lowes der Einzige ist, der nicht auf einer Kalex sitzt. Viele sagten, dass man ohne eine Kalex nicht gewinnen kann, aber Sam sitzt auf einer Speed Up und hat gewonnen. Daher hat er meinen Respekt. Wenn man sich seine Angriffslust und seine Pace beim Jerez-Test ansah, dann wird er dort wahrscheinlich um den Sieg kämpfen, vielleicht auch bei vielen weiteren Rennen. Doch man muss auch auf Rins achten, vielleicht mehr als auf die anderen, wenn man seine Entwicklung bedenkt. Es scheint so, als würde er sich noch weiterentwickeln und mehr schaffen. Er könnte schwer zu schlagen sein. Daher muss auch ich mich verbessern, damit ich meinen derzeitigen Vorteil beibehalten kann.
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In Jerez findet nun der nächste Grand Prix statt. Wie wirst du dort vorgehen? Am Freitag werde ich meinen Job machen, mich gut auf dem Bike fühlen und Spaß auf der Strecke haben. Nach den Trainings und dem Qualifying, welche hoffentlich gut verlaufen, werde ich bestenfalls an der unter den Spitzenfahrern sein – ob im Regen oder im Trockenen. Danach werde ich die Situation analysieren, denn es ist nie gut, wenn man keinen Plan im Kopf hat, bevor man in ein Rennen geht. Man muss die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen. Wir müssen ruhig bleiben und meine Erfahrung nutzen, um ein gutes Rennen zu zeigen. Neue Rekorde und Meilensteine für Johann Zarco Nachdem Zarco bereits sieben Mal auf dem Podest stand, seit er 2012 in die Moto2-Klasse kam, schaffte er es auf dem Circuito Termas de Rio Hondo erstmals auf die oberste Stufe. Dadurch ergaben sich ein paar neue Rekorde und Meilensteine für Zarco.
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•Zarcos Sieg in Argentinien war sein zweiter GP-Sieg, den ersten fuhr er 2011 beim 125-ccm-Rennen in Motegi ein. Er ist der erste französische Pilot, der Rennen in der Leichtgewichtsklasse (125 ccm/ Moto3) und in der mittleren Klasse (250 ccm/ Moto2) gewann •Er ist erst der zweite Franzose, der einen Grand Prix in der Moto2-Klasse gewann. Jules Cluzel siegte 2010 in Silverstone •Zarco führt zum ersten Mal in seiner GP-Karriere die Gesamtwertung an •Er ist der erste Franzose, der die WM-Tabelle der mittleren Klasse anführt, seit Randy de Puniet dies in der 250-ccm-Kategorie nach dem Assen-GP 2004 gelang
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