Marcel Schrötter (Tech3): In Assen auf Kayaba!

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Nach dem Test mit Suspensions-Elementen von Kayaba in Barcelona entschied sich das Tech3-Team um Marcel Schrötter nun, in Assen Kayaba statt Öhlins einzusetzen – als weiteren Test.

Bisher war Marcel Schrötter mit Öhlins-Dämpfung unterwegs. Am Dienstag nach dem Barcelona-GP testete der Tech3-Pilot erstmals Komponenten von Kayaba. Mit der Abstimmung der Suspension am Hinterrad war das Team zufrieden, doch die Front machte noch Probleme. Trotzdem fiel jetzt die Entscheidung, Kayaba beim Assen-GP einzusetzen.

Yamaha ist Großaktionär von Kayaba. So ist die Verbindung zum Tech3-Team zu begründen.

2011 und 2012 war Randy Krummenacher bereits mit diesen Elementen für das GP Team Switzerland in der Moto2-Klasse unterwegs. Bisher war er der letzte Kunde. Ende 2014 testete auch auch Stefan Bradl in seiner MotoGP-Maschine Kayaba-Elemente, doch er war äußerst unzufrieden: «Eine Katastrophe», sagte er damals. Doch Kayaba feierte auch Erfolge: Im Jahr 2000 wurden sie mit Olivier Jacque 250-ccm-Weltmeister.

«Auf das Rennwochenende in Assen freue ich mich eigentlich immer, aber dieses Mal kribbelt es ganz besonders im Magen. Nach dem Barcelona-Test am Dienstag haben wir entschieden, in Assen unser Motorrad mit Kayaba-Fahrwerkskomponenten auszustatten. Dieser Schritt mag vielleicht gewagt erscheinen, da wir trotz all unserer Probleme und ohne ausreichende Testfahrten auf ein komplett neues System setzen. Doch dieser eine Testtag verlief eigentlich recht ermutigend, da wir damit relativ schnell wesentliche Unterschiede erkannten und darüber hinaus gleichzeitig auch auf ein gutes Niveau kamen. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt ist auch, dass wir mit dieser Marke immer einen Fahrwerkstechniker in unserer Box haben werden, was sicher einen sehr großen Unterschied macht. Kayaba will unbedingt wieder in der Grand-Prix-Sport zurück, deshalb sind die Techniker dort auch sehr bestrebt weiterzukommen. Im Prinzip haben wir auch nichts zu verlieren. Ich denke, dass dieses Produkt ausgereift genug ist, um es in einem Rennen einzusetzen. Bei Kayaba hat man sicher eifrig Weiterentwicklung betrieben», ist Schrötter überzeugt.

Ein endgültiger Wechsel von Öhlins zu Kayaba wurde aber noch nicht beschlossen. «Vorerst werden wir nur in Assen damit fahren und wenn es halbwegs gut funktioniert, wobei wir hoffentlich gute und stabile Witterungsbedingungen haben werden, dann werden wir vielleicht das System auch am Sachsenring einsetzen. Eine endgültige Entscheidung soll dann in der Sommerpause getroffen werden. Man darf jetzt aber mit Sicherheit keine Wunder erwarten, aber wir als Team und natürlich auch ich als Sportler wollen schnellstens wieder Erfolge sehen. Daher hoffe ich, dass wir an diesem Wochenende ordentlich arbeiten und dann am Samstag mit ein paar Punkten im Gepäck die Heimreise antreten können. Assen ist immer cooles Wochenende, daher wäre es umso schooner, es mit einem kleinen Erfolgserlebnis abzuschließen.»

Gleich im Anschluss an die WM-Runde in den Niederlanden wird Schrötter übrigens zu einem Promotion-Event nach Rudolstadt in Thüringen zum dortigen SAALEMAXX Freizeit- und Erlebnisbad weiterreisen. Auf dem Programm steht am Sonntagnachmittag auch ein Meet-and-Greet für Autogramm- und Fotowünsche. Der Tech-3-Pilot wird bei diesem Anlass auch kräftig die Werbetrommel für sein Heimrennen zwei Wochen später auf dem Sachenring rühren.

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