Max Biaggi und Voxan: Rekordversuch erfolgreich

Von Kay Hettich
Moto3
Das Voxan-Team und Max Biaggi zeigen es an: Die 400 km/h wurden geknackt

Das Voxan-Team und Max Biaggi zeigen es an: Die 400 km/h wurden geknackt

In der Motorrad-WM gab es vor dem letzten Triple der Saison noch ein rennfreies Wochenende, Moto3-Teamteilhaber Max Biaggi war dafür auf der elektrischen Voxan Wattman auf Rekordjagd – mit Erfolg.

Max Biaggi ist schnelle Motorräder gewohnt. Der mittlerweile 49-Jährige fuhr die giftigen 500er-Zweitakter, MotoGP-Raketen und schnelle Superbikes. Der Römer gewann in jeder Disziplin unzählige Rennen und wurde, nachdem er bereits vier 250er-Titel sammelte, zweifacher Superbike-Weltmeister.

Jetzt ist er nicht nur Moto3-Teamteilhaber und Aprilia-Botschafter, bei Voxan Motors stellte sich Biaggi auch einer neuen Herausforderung. Nach mehreren Tests stand am vergangenen Wochenende auf dem französischen Flughafen «Châteauroux» ein umfangreicher Rekordversuch auf der elektrischen Voxan Wattman Rekorde statt.

In elf der zwölf Kategorien gab es tatsächlich einen Rekord. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Kategorie «teilweise stromlinienförmige elektrische Motorräder über 300 kg»: Die alte Marke von 329 km/h wurde pulverisiert und liegt jetzt offiziell bei 366,94 km/h. Als maximalen Top-Speed, der an den drei Tagen erreicht wurde, gab Voxan 408 km/h an.

«Ohne die sonst gewohnten Geräusche, der Elektromotor, die völlig andere Leistungsentfaltung als bei einem Verbrenner und kein direkter Gegner – das waren die offensichtlichsten Unterschiede. Die größte Neuheit war für mich aber die Geschwindigkeit», sagte der Italiener. «Ich kam bisher nie in die Nähe von 400 km/h und glaubt mir, diese Geschwindigkeit verändert die Perspektive des Raums, der uns umgibt. Die Aerodynamik wird entscheidend, denn die Luft ist praktisch eine Wand und zerrt an den Kräften. Man hält sich am Motorrad fest, während man versucht, diese unvorstellbare Geschwindigkeit zu erreichen – das war eine neue Herausforderung für mich.»

Dennoch erkannte Biaggi gewisse Parallelen zu früher.

«Diese Challenge ist eine total andere, aber ein bestimmtes Ziel zu erreichen, weckte meinen Ehrgeiz. Der Ansatz ist ähnlich wie früher: man arbeitet am kleinsten Detail und immer, wenn ich mir wieder den Helm aufsetzte, wollte ich eine bessere Leistung erreichen», schilderte der Italiener weiter. «Man arbeitete auf dieses Ziel hin, auf dem Dashboard eine 4… km/h zu sehen. Und wenn man dieses Ziel endlich erreicht hat, ist es eine riesige Befriedigung – aber man denkt sofort darüber nach, was danach kommt. Einen solchen Adrenalinschub sollte jeder einmal im Leben haben.»

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