Brad Binder: Platz 2 – und bald der neue KTM-Star

Von Günther Wiesinger
Moto3
Der Südafrikaner Brad Binder jubelte beim GP von Deutschland über Rang 2 in der Moto3-Klasse. Demnächst wird ihn KTM als Miller-Nachfolger präsentieren.

Der Südafrikaner Brad Binder wird am 11. August 19 Jahre alt. Als vorzeitiges Geburtstaggeschenk erhielt er einen Werksvertrag bei KTM: Er wird 2015 anstelle seines Kumpels Jack Miller und an der Seite von Karel Hanika im Red Bull KTM Ajo-Team fahren.

Vielleicht wirkte das Rennen auf dem Sachsenring schon deshalb so, als existiere ein Nichtangriffspakt zwischen Binder und Miller.

Zumindest ersparte sich der abgeklärte Binder eine leichtsinnige Attacke, die seinen ersten Podestplatz und den Sieg von Miller hätte gefährden können.

Der aus Potchefstroom in Südafrika stammende Brad Binder liegt jetzt mit der Kunden-Mahindra MGP3O des Teams Ambrogio Next Racing von Fiorenzo Caponera in der WM bereits an neunter Stelle.

Binder setzte 2013 in diesem Rennstall zuerst eine Suter-Honda ein, beim Misano-GP wechselte die Caponera-Truppe auf Mahindra – als erstes Kundenteam. Binder gelang im Vorjahr Platz 4 in Jerez, in der WM-Gesamtwertung schaffte er immerhin Rang 13.

Ein Versprechen für die Zukunft.

Der ehemalige Red Bull Rookies-Cup-Pilot war jetzt auf dem Sachsenring der erste Südafrikaner seit Mario Rademeyer 1985, der bei einem Motorrad-GP aufs Podest fuhr. Sein Landsmann schaffte damals mit einer Yamaha 250 beim Heim-GP in Kyalami Rang 3.

«Ich habe Rademeyer noch nie kennengelernt», erzählte Brad am Sonntag.»

Binder zeigt seit dem Catalunya-GP aufsteigende Form. Und der Sachsenring scheint ihm besonders zu liegen. Dort kämpfte er schon 2012 um einen Podestplatz, aber dann gab der Motor den Geist auf. Im Vorjahr landete Binder beim GP von Deutschland auf Rang 9.

Aber nach seinem ersten Podestplatz brach Binder nicht in Euphorie aus, obwohl Platz 2 auch das bisher beste GP-Ergebnis für Mahindra darstellte. «Ich habe das Gefühl, es hat zwei Jahre zu lang gedauert», grinste Brad. «Es war etwas, das ich kommen gefühlt habe... Ich kam dem Podest immer näher. Aber ich wusste nicht, wann es so weit sein würde. Ich bin sehr glücklich. Mein Team hat unglaublich gute Arbeit geleistet. Ich kann ihnen gar nicht genug danken. Für meine Crew ist das Motorrad nie gut genug. Das ist grossartig. Sie quetschen immer das letzte Zehntel für mich heraus. Die Maschine ist am Sonntag grossartig gewesen. Vielleicht hätte ich sogar gewinnen können; ich habe mein Bestes gegeben. Aber gleichzeitig wollte ich keinen Blödsinn machen. Jack Miller ist in den letzten Runden fehlerlos gefahren. Wenn du die Rundenzeiten anschaust, wirst du merken, wir haben uns am Schluss enorm gesteigert. Mir hat dieses Rennen viel Freude gemacht. Jetzt freue ich mich auf die zweite Saisonhälfte. Sie wird grossartig; da bin ich sicher.»  

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