Pit Beirer (KTM): «Hoffe 2016 stark auf Brad Binder»

Von Günther Wiesinger
KTM und Husqvarna werden 2016 wieder zwölf Motorräder in die Moto-3-WM schicken. An den Teampartnern dürfte sich gegenüber 2015 nicht viel ändern. Siegfahrer bleiben Mangelware.

KTM und Husqvarna werden 2016 gemeinsam wieder zwölf Moto3-Maschinen in die Weltmeisterschaft schicken.

In dieser Saison setzte Red Bull Ajo-Team drei Fahrer ein, nächstes Jahr werden es nur noch zwei sein. Dafür wandert das dritte Motorrad in den SKY VR46-Rennstall von Valentino Rossi, bei dem Fenati, Bulega und Migno fahren werden.

Dazu kommt das Drei-Fahrer-Team von RBA, Drive M7 SIC und LaGlisse (mit Husqvarna statt KTM) mit je zwei Fahrern und voraussichtlich das Ein-Mann-Team Schedl Racing mit Philipp Öttl.

«Wir sind mit der genauen Einteilung momentan noch nicht 100-prozentig fertig», sagt KTM-Rennchef Pit Beirer. «Seit ein paar Tagen ist klar, Rossi macht drei Fahrer, Ajo bloss zwei. Eine andere Frage ist: Macht Öttl ein eigenes Team oder kommt er irgendwo anders unter?»

Was KTM und Husqvarna bisher im Hinblick auf 2016 fehlt, sind neue Sieganwärter. Ausser Brad Binder (Red Bull) und Romano Fenati (Sky VR46) bahnt sich da bisher nicht viel an.

«Das SIC-Team will Kornfeil unbedingt behalten», weiss Beirer. «Was sie mit Fahmi Khairuddin vorhaben, da bin ich mir nicht sicher. Aber wir sind stolz, dass das Sepang Circuit-Team von Razlan Razali mit KTM fährt. Wir haben schon in Silverstone die Weiterführung der Partnerschaft für 2016 vereinbart. Die Zusammenarbeit mit RBA macht uns auch viel Spass; das ist ein junges Team, sie arbeiten aber extrem sauber. Isaac Vinales scheint dort besser aufzublühen als bei LaGlisse. Sie versuchen, ihre Fahrer Vinales, Rodrigo und Carrasco zu halten, aber sie brauchen dringend einen Sponsor. Und dazu hoffe ich, dass Peter Öttl sein eigenes Team zusammenbekommt, so wie er es sich vorstellt. Dann haben wir wieder zwölf Fahrer, das ist für uns die ideale Grösse. Wir haben auch für zwölf WM-Fahrer Material 2016 in Vorbereitung. Für so ein Aufgebot ist unsere Moto3-Mannschaft eingerichtet, für so ein Kontingent haben wir die Arbeitsplätze in der Rennabteilung in Munderfing. Neun Fahrer wären uns zu wenig, 15 wären uns zuviel.»

Und wie sieht es bei den Moto3-Siegfahrern aus? «Wir sind nicht in der besten Situation, was die Siegfahrer anbelangt», weiss Pit Beirer. «Wobei wir glauben, dass wir mit Fenati und Binder trotzdem zwei stabile Kandidaten haben. Unsere Hoffnung wird 2016 ganz stark auf Brad Binder liegen. Er hat technisch alles, was er braucht. Was ihm manchmal fehlte, waren ein paar kleine Streicheleinheiten. Ich habe in Silverstone ausführlich mit ihm gesprochen. Das bessere Wohlbefinden hat ihn in Misano zum ersten Mal in die erste Startreihe gebracht. Und unser neues Chassis, das wir in Misano erstmals eingesetzt haben, hat alle unsere Fahrer ein Stück stärker gemacht. Wir werden uns definitiv anstrengen, um mit Brad Binder enger zusammenzukommen und ihn 2016 nach vorne zu bringen.»

Aber Beirer macht sich für 2016 keine Illusionen: «Wir haben von der Papierform her in der Moto3 sehr gute Fahrer auf der Honda-Seite... Das müssen wir demnächst wieder drehen, indem wir jetzt ein besseres Motorrad bauen. Dann pendeln die Fahrer automatisch wieder zu uns rüber.»

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